Grundschule Rottach-Egern: Polizei sieht keine Anhaltspunkte
Auf dem Schulweg belästigt?

von Nina Häußinger

Aktualisierung vom 29. Juli 2013 / 08:43 Uhr
Vor knapp zwei Wochen herrschte große Aufregung an der Grundschule in Rottach-Egern. So soll eine 9-Jährige Schülerin auf den Heimweg von einem Unbekannten belästigt worden sein.

Doch die Polizei hat bislang keine weiteren Anhaltspunkte für den Vorfall finden können.

An der Grund-und Mittelschule Rottach-Egern ist mittlerweile wieder Ruhe eingekehrt
An der Grund-und Mittelschule Rottach-Egern ist mittlerweile wieder Ruhe eingekehrt

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Kurz nachdem eine 9-Jährige Schülerin ihrer Mutter berichtete, sie sei von einem unbekannten Mann angesprochen und aufgefordert worden, zu ihm ins Auto zu steigen, rief die besorgte Frau bei der Polizei an. Die Wiesseer Beamten schickten sofort einen Streifenwagen zur Grund-und Mittelschule, um den Vorfall zu untersuchen.

Vor Ort konnten die Beamten dann aber nichts Verdächtiges feststellen. Nichts desto trotz verbreitete sich die Meldung an der Schule und unter den Eltern rasend schnell. Die Folge waren Gerüchte, dass sich auf dem nebenan liegenden Friedhof Männer mit Messer und Pistolen aufhalten würden. Diese erwiesen sich jedoch als völlig haltlos.

Keine weiteren Anhaltspunkte

Zwei Tage später gab die Polizei schließlich eine Pressemitteilung heraus, in welcher nochmals wiederholt wurde das man vor Ort nichts Ungewöhnliches habe feststellen können. Und daran hat sich bislang auch nichts geändert, wie Polizeihauptkommissar Wolfgang Strobl auf Nachfrage nochmals bestätigte.

„Wir nehmen solche Meldungen natürlich erst, haben aber keine weiteren Anhaltspunkte.” Man bekomme solche Mitteilungen öfter im Jahr, machmal sei etwas dran, sehr oft entsprängen diese aber auch der Phantasie der Kinder, so Strobel weiter. An der Grundschule ist mittlerweile wieder der Alltag eingekehrt. Alles bereitet sich auf die am Mittwoch beginnenden Sommerferien vor.

Ursprünglicher Artikel vom 17. Juli mit der Überschrift:Neunjährige auf dem Schulweg belästigt?
Montagmittag um 12 Uhr soll ein junges Mädchen auf dem Heimweg von einem Unbekannten belästigt worden sein. Die Neunjährige befand sich auf dem Weg von der Grundschule Rottach-Egern nach Hause, als sie offenbar von einem Mann angesprochen und aufgefordert wurde, zu ihm ins Auto zu steigen.

Die Schülerin entschied sich dagegen und berichtete wenig später ihrer Mutter von dem Vorfall. Diese verständigte sofort die Polizei.

Auf dem Heimweg zur Schule soll ein neunjähriges Mädchen am Montag von einem Unbekannten belästigt worden sein
Auf dem Heimweg von der Schule soll ein neunjähriges Mädchen am Montag von einem Unbekannten belästigt worden sein

„Meine Tochter wurde am Montag in Rottach-Egern auf dem Heimweg von der Schule von einem Mann in einem dunkelblauen Kombi belästigt“, berichtete die besorgte Mutter heute am Telefon. Immer noch geschockt von den Schilderungen ihrer Tochter, erzählt sie, dass der Fahrer ihre Tochter offenbar unter einem Vorwand dazu bewegen wollte, zu ihm ins Auto zu steigen.

Er habe zwei kleine Hunde zu Hause, und sie brauche nur einsteigen, so lockte der Mann laut Aussage des neunjährigen Mädchens. Doch das Kind weigerte sich und rannte nach Hause. Die Rottacherin alarmierte daraufhin sofort die Polizei. „Wir wurden um halb eins von der Mutter benachrichtigt und haben daraufhin sofort einen Streifenwagen in die Kißlingerstraße geschickt“, so ein Polizeibeamter gestern auf Nachfrage.

Unruhe an der Schule

Vor Ort habe man aber nichts Ungewöhnliches feststellen können. Auch heute liegen laut einem aktuellen Bericht der Polizei keine neuen Erkenntnisse vor. Gestern Vormittag traf sich die Mutter dann auch mit dem stellvertretenden Schulleiter der Grund- und Mittelschule Rottach-Egern Michael Käsbauer. Schüler und Eltern seien, so die Aussage von Rektor Karl Müller, mittlerweile informiert und gebeten worden, Augen und Ohren offenzuhalten.

Die Unruhe rund um die Schule ist mittlerweile groß. An der Grundschule kursieren nun Gerüchte, dass sich auf dem Friedhof nebenan Männer mit Messer und Pistolen aufhalten würden.

Dies wurde auch mittels SMS unter den Schülern verbreitet. „Die Ermittlungen der Schulleitung und der Polizei ergaben jedoch, dass die Beobachtungen hinsichtlich der Männer im Friedhof der kindlichen Fantasie der Grundschüler zuzuordnen sind“, so Polizeihauptkommissar Paul Knott.

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