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Dementer Patient greift Mitbewohnerin an

Tödlicher Übergriff im Seniorenheim

Von Filiz Eskiler

Mit Beginn der Corona-Pandemie sind in einer Seniorenresidenz in Schliersee zahlreiche Mängel festgestellt worden. Nun kam es zu einem weiteren Vorfall in dem Heim: ein gewaltsamer Übergriff mit tödlichen Folgen.

Gegen die Seniorenresidenz Schliersee wird bereits seit Wochen ermittelt, nun gab es einen Vorfall mit tödlichen Folgen.

Vor mehreren Monaten ist die Seniorenresidenz am Schliersee negativ aufgefallen. In der Einrichtung wurden während der Corona-Pandemie enorme Missstände aufgedeckt, die zu Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Körperverletzung führten. Bisher wurden laut dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd bereits rund 100 Zeugen vernommen. Nun kam es zu einem weiteren Vorfall in der Einrichtung.

Ermittlung gegen dementen Bewohner

In der Seniorenresidenz in Schliersee kam es vor knapp zwei Wochen zu einem gewaltsamen Übergriff. Wie der BR24 berichtet, soll ein dementer Bewohner auf eine andere Bewohnerin losgegangen sein. Es soll zu einem sexuellen Missbrauch und schweren Verletzungen gekommen sein, heißt es weiter. Die Bewohnerin wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Nun bestätigt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auch der Tegernseer Stimme, dass die Betroffene verstorben sei. Gegen den mutmaßlichen Täter werde nun wegen „versuchten Totschlags in Tateinheit mit Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung“ ermittelt. Außerdem werde geprüft, ob es in diesem Fall weitere Verantwortliche gebe, etwa die Heimleitung oder das Pflegepersonal.

Laut der Staatsanwaltschaft wurde das Pflegepersonal auf den Vorfall aufmerksam, sei eingeschritten und habe Rettungskräfte alamiert, berichtet der BR24 weiter. Gegenstand der Ermittlungen sei derzeit, wie lange die Gewalttat gegen die Seniorin zuvor angedauert hatte.

Heim soll weiterhin kontrolliert werden

Nachdem im Mai pflegerische, hygienische und technische Mängel in dem Heim aufgefallen sind und sogar die Bundeswehr vor Ort aushelfen musste, wurde diskutiert, das Heim zu schließen. Man entschied sich jedoch dagegen.

Stattdessen wurden regelmäßige Kontrollen durchgeführt. Das Landratsamt nehme den Vorfall sehr ernst und zum Anlass, engmaschige Kontrollen auch künftig weiterzuführen, heißt es im BR24-Beitrag weiter. Mehrmals die Woche habe man das Heim in den letzten Monaten unangekündigt besucht. Dabei wurde die Pflege und Versorgung der Bewohner überprüft. Die Versorgung sei derzeit sichergestellt, trotzdem bestehe auch weiterhin Verbesserungsbedarf, räumt die Behörde gegenüber dem BR ein.


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