Winterzwischenbilanz der Bauhöfe im Tal

„Über diesen Winter können wir nur lachen“

Von Nina Häußinger

Anfang Dezember schreibt Spiegel Online zur Winterlage im Land: „Züge fahren langsamer, Flüge fallen aus, Autos schlittern über die Straßen: Deutschland versinkt im Schnee“. Klingt nach einem radikalen Wintereinbruch, auf den keiner vorbereit war. In den deutschen Großstädten mag das vielleicht auch der Fall gewesen sein.

Doch wie war das hier bei uns am Tegernsee. Sind wir genauso „hilflos“ dem Schneechaos ausgeliefert? Wir haben bei den Bauhöfen im Tal nachgefragt, wie sie den Winter bis jetzt beurteilen. Die Bilanz klingt alles andere als chaotisch.

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Die Bauhöfe im Tegernseer Tal sind sich einig: Der Winter ist bis jetzt harmlos verlaufen. Thomas Landes, Bauhofleiter in Bad Wiessee schmunzelt nur über die Frage, ob die bisherigen Wintereinbrüche überraschend kamen: „Der Winter war bis jetzt eine Spielerei. Da können wir nur drüber lachen.“ Landes ist der Meinung, dass das Team vom Wiesseer Bauhof sogar im Sommer ohne weiteres sofort startklar wäre.

Bad Wiessee ist zudem mit neun Räumfahrzeugen und vier Streufahrzeugen sehr gut ausgerüstet. Dazu kommen noch die Räumfahrzeuge für die Gehwege, die in den Gemeinden ebenfalls geräumt werden. Hierzu sagt Landes:

Die Gehwege sind nochmal enorme Zusatzkosten für die Kommunen, da sind unsere Bürger schon sehr verwöhnt.

Auch Michael Haller vom Bauhof in Tegernsee empfindet diesen Winter bis jetzt als harmlos. „Was in Köln oder Hamburg schon ein riesen Chaos bedeutet, ist für uns hier im Alpenvorland wirklich noch kein Aufwand.“ Auch der Streusalzverbrauch liege bei nicht mal ganz der Hälfte des letzten Jahres, wie uns Haller weiter erzählt. Bedenken, dass es diesen Winter noch an Salz mangeln könnte hat er ebenfalls keine. „Salz wird immer sofort nachgeliefert, daran wird es sicher nicht liegen.“

Im Tegernseer Bauhof stehen die kleinen und großen Fahrzeuge bereit

Und sogar die Kreuther, die mit 122 Quadratkilometer wohl den größten Räumaufwand haben, ziehen eine ähnliche Bilanz. Wie uns Josef Sollacher berichtet sind die vom Räum- und Streuaufwand diesen Winter erst bei der Hälfte vom letzten Winter angelangt.“ Sein Résumé lautet: „Gut für die Gemeinde, schlecht für den Wintertourismus.“

Selbst wenn es also noch einen extremen Wintereinbruch geben sollte, muss sich hier im Tal wohl keiner Gedanken machen, dass wir im Schnee versinken. Die Bauhöfe sind für alles gerüstet.


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