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Zur Baumfällaktion an der Point

Überführer entsetzt über Kahlschlag

Von Nina Häußinger

Die Baumfällaktion an der Point in Tegernsee ruft nicht nur die Behörden auf den Plan. Auch die Schutzgemeinschaft ist schockiert. Jetzt äußert sich sogar der Überführer. Er hat den Kahlschlag wohl entdeckt.

Auf über 1.000 Quadratmeter an der Point fehlt jede Spur von Bäumen und Sträuchern.

An der Point in Tegernsee wurden 74 Bäume und Sträucher gefällt. Die Aktion muss wohl in einer Nacht- und Nebelaktion und vor allem ohne Wissen der Naturschutzbehörden stattgefunden haben. Eigentümer des Grundstücks ist das Herzogliche Haus. Die Verantwortlichen wollen sich aber aktuell nicht zum Vorfall äußern.

Das Landratsamt hat mittlerweile ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Die Schutzgemeinschaft rund um Angelika Brogsitter Fink ist schockiert. „Ich weiß gar nicht was ich sagen soll“, erklärte sie gestern gegenüber der Tegernseer Stimme.

Sie ist nicht die einzige, die sich über das Vorgehen ärgert. Jetzt äußert sich in einem Kommentar auch der Überführer zu der Baumfällaktion.

In seinem Kommentar erklärt er:

Ich bin der Überführer und durch diese Aktion wohl am direktesten betroffen.
Ich muss sagen, ich wurde durch diese Aktion komplett überrascht. Scheinbar war es wirklich eine Nacht- und Nebelaktion.

Ich war komplett entsetzt als ich gesehen habe was da an der Point passiert ist und musste die Stadt Tegernsee erst informieren da sie auch nichts davon wussten. Danach hat die Stadt Tegernsee vorbildlich reagiert und die “Abholzer” ausfindig gemacht und sie werden jetzt sicher eine Strafe bekommen.

Das einer der schönsten Teile der Point jetzt ruiniert ist kann man leider nicht mehr ändern und mich würde durchaus der Grund für diese Abholzung interessieren. Da es da unten ja eher eine parkähnliche Bepflanzung war gehe ich davon aus das der Wert des Holzes weitaus niedriger war als die Kosten der Abholzung.

Ich habe jetzt 3 Wochen darüber nachgedacht, warum da abgeholzt wurde und ich habe immer noch keine vernünftige Antwort gefunden. Vielleicht kann uns, trotz laufenden Verfahren, das herzogliche Haus darauf Antworten.
Und um auf die Kommentare zu Antworten von oben die meinten wir brauchen mehr freies Ufergelände am Tegernsee:

Leute geht mal um den Tegernsee, das ist wohl einer der best begehbaren Seen überhaupt. Am Tegernsee könnt ihr zu Fuß wirklich weite Strecken direkt am See gehen. Gut da sind natürlich auch private Grundstücke und Schutzgebiete dazwischen, aber ehrlich gesagt genau so gehört es.

Wenn ich da höre das man nur noch vom Wallberg und vom Gut Kaltenbrunn ne Aussicht hat …steigt mal aus dem Auto aus, oder verlasst eure Wohlfühlzone wo man nicht direkt hinfahren kann.
Ich hab selten so nen Scheiß gehört.

Liebe Grüsse

Euer Überführer

Jetzt hat das Herzogliche Haus zwei Wochen Zeit sich zum Verfahren zu äußern. Vorab habe man aber schon eine erste Begründung für die Fällung bekommen, so der Pressesprecher des Landratsamts Birger Nemitz. Demnach ging sei es um die Wegesicherheit gegangen.

Geprüft wird nun gleich wegen drei Rechtsnormen, die hier verletzt worden sein könnten. Dabei gehe es sowohl um den Landschaftsschutz als auch um das Bayerische Naturschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz. Der Verstoß gegen letzteres kann mit der höchsten Summe von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Wie viel das Herzogliche Haus am Ende hinlegen muss, wird die Prüfung zeigen.


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