Umbau beim Haus des Gastes Tegernsee: Hier die Antwort aus dem Rathaus zu den kaputten Bäumen

Von Redaktion

Anmerkung vom 15. Juli / 13:44 Uhr
Wir haben uns, wie in den Kommentaren angekündigt, im Tegernseer Rathaus nach den Bäumen erkundigt. Hier die Antwort aus der Verwaltung zur Entschädigungs-Thematik:

Die Bäume sind aus verschiedensten Gründen vorgeschädigt. Sie waren bereits durch frühere Baumaßnahmen in ihrer Entwicklung beschränkt. Außerdem befand sich unter den Wurzelstöcken noch ein altes Fundament, das abgebrochen werden musste. Ein Ersatzanspruch gegen die Firma wäre daher nicht durchzusetzen.

Da nach Beurteilung einer Expertin des Landratsamtes die Bäume nur eine geringe Zukunftsperspektive haben, hat man sich entschlossen, kein Sicherheitsrisiko durch Umstürzen der Bäume einzugehen, die Bäume jetzt zu entfernen und in der nächsten Pflanzzeit einen neuen, gesunden Baum zu setzen.

Die Umbaumaßnahmen sind in vollem Gange

Ursprünglicher Artikel vom 09. Juli:
Die Bauarbeiten beim Haus des Gastes sind inzwischen ja voll im Gange. Der Vorplatz wird für rund 250.000 Euro umgebaut und verschönert. Die ärgerliche Nachricht kommt gleich zum Start: Die drei Bäume, die bisher vor dem Haus des Gastes stehen, werden den Umbau leider nicht überleben (siehe Bild weiter unten). Bei Baggerarbeiten wurde das Wurzelwerk dermaßen stark geschädigt, dass ein Erhalt der Bäume nicht möglich ist. Alternativ ist ein Baum als Neupflanzung vorgesehen. Wie der Plan aber in der endgültigen Realisierung aussieht, entscheidet der Berliner Architekt Stephan Hahn. Hahn ist mit seinem Büro verantwortlich für die Planung der Umbauten.

Der vorgesehene Brunnen ist kaputt

Eine zweite Hiobsbotschaft wurde auf der letzten Stadtratssitzung verkündet. Janssen erklärte, dass „der ursprünglich vorgesehen Brunnen geht nicht, weil er kaputt gegangen ist beim Aufheben“. Ein Brunnen soll den Vorplatz aber definitiv schmücken und die Stadt Tegernsee ist momentan auch auf der Suche nach einer Alternative.

Längere Bauzeit wegen alter Leitungen

Eine letzte schlechte Nachricht kommt leider doch noch: Die Bauzeit verlängert sich voraussichtlich um einige Wochen. Schuld sind „alte Leitungen“, die jetzt erst festgestellt und ersetzt werden müssen.

Toilettensanierung für 50.000 Euro

Neue Beschlüsse zum Haus des Gastes wurden im Stadtrat aber auch gefällt. Einstimmig beschlossen wurde die Sanierung der Toiletten im Erdgeschoß und im ersten Stock. „Die sind einfach in die Jahre gekommen“, sagte Bürgermeister Janssen. Die Sanierung wird rund 50.000 Euro kosten. Mit 15.000 Euro Zuschuß rechnet die Gemeinde. Janssen plädierte darauf, dass man die Sanierung noch in diesem Jahr, zusammen mit den restlichen Umbaumaßnahmen abschließen solle. Der Beschluß wurde so auch angenommen.

Gerätehäuschen kommt in Kunststoff-Variante

Der letzte Punkt hat für etwas Diskussion gesorgt, obwohl er die Aufregung eigentlich nicht wert gewesen wäre: Der Bau eines 4 x 4,50 Meter großen Gerätehäuschens mit einem Zeltdach im Außenbereich – wahrlich kein Jahrhundert-Bau. Bisher standen Container im Außenbereich. „Die waren gräuslich“, so Janssen. Das neue Gerätehäuschen soll jetzt auf die Grünfläche gestellt werden. Als Material wurde vom Architekten ein Kunststoff vorgeschlagen, „der absolut keiner Pflege bedarf“. Einige Stadträte, unter anderem Florian Kohler (Bürgerliste) wünschten sich dagegen eine Holzausführung. Janssen konterte, „das ist kein Bauernhaus, sonder ein extrem städtischer Stil“. Damit meinte er das Haus des Gastes und plädierte für die vorgeschlagene, moderne Variante. Die wurde in der anschließenden Abstimmung auch mit 14:2 Stimmen angenommen.

Diese drei Bäumen wurden bei den Bauarbeiten beschädigt und müssen weichen.


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