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Veronika von Quast brilliert bei „Kaffee, Kuchen, Kultur“

…und es „regnete“ rote Rosen

Von Petra Dietzel

Lebendig, spritzig, liebevoll-urbayerisch – so präsentierte sich die bekannte Kabarettistin und TV-Schauspielerin Veronika von Quast letzten Mittwoch im Kultur im Oberbräu. Mit ihrem Programm „Neues von der Kellnerin Anni“, das sie selbst zusammengestellt hat, begeisterte sie das Holzkirchner Publikum – und das zu einer außergewöhnlichen Uhrzeit.

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Veronika von Quast liest das „Fräulein Anni“ – am vergangenen Mittwoch im Fools-Theater.

Manche Menschen scheinen auf der Schattenseite des Lebens zu stehen. Aber trotz aller Schicksalsschläge verlieren sie ihren Humor nicht. So eine ist das Fräulein Anni. Als Kellnerin und frustrierter Single lamentiert sie über Männer, (Selbst-)Morde und Märchen. Vom Modellstehen als „Nacktschönheit“ bis zum Besenkammer-Quicky mit dem schafkopfspielenden Schuhverkäufer hat sie so manches mitgemacht, bevor sie ihrem Märchenprinzen begegnet ist.

Die Vollblut-Komödiantin Veronika von Quast, mit knallgrünem T-Shirt und ebensolcher Monsterbrille, präsentiert das „Fräulein Anni“ professionell und mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik. Die Texte ihrer Lesung stammen aus der Feder des Juristen und begnadeten Erzählers Herbert Rosendorfer, der mit den „Geschichten und Liedern vom Fräulein Anni“ eine Hommage an Münchner Kleinbürger verfasst hat.

Chansons sind die Stärke der bayerischen Diva

Seine Dynamik jedoch bezog der Nachmittag im Oberbräu aus den bayerischen und österreichischen Chansons, bei dem die vielseitige Schauspielerin ihr humoristisches Talent voll entfalten konnte. Ob mit keckem Kleinmädchen-Blick, ironisch über ihr Bäuchlein streichelnd oder liebevoll mit dem eigenen Alter kokettierend – die Quast kam beim Holzkirchner Publikum supergut an.

Zur Freude der Seniorinnen und Senioren besuchte sie musikalisch die Wienerin Cissy Kraner, das „Witwencafé“ und ließ es mit Hildegard Knef „Rote Rosen regnen“. Ein Bonmot, das sich die Kulturmanagerin des Oberbräu, Ingrid Huber, nicht entgehen ließ: Sie überreichte dem Bühnen-Duo Vroni und Flori je eine langstielige rote Rose.

Die mal sanften, mal temperamentvolleren Töne des „Herrn Kapelle“ – wie Veronika von Quast ihren Pianisten Florian Burgmayr gerne nannte – untermalten die kleine Show und setzen gekonnt Akzente.

Veronika von Quast am vergangenen Mittwoch im Fools-Theater.

Erfolgreich gemausert hat sich diese kleine, von der Gemeinde gesponserte Reihe, der Seniorennachmittag im Oberbräu, schon: Seit 2012 treffen sich Damen und Herren im Alter von 60+ einmal monatlich zu Kaffee, Kuchen und Kultur. Ob Musik, Theater, Kabarett oder Kino, die Veranstaltungen sind stets gut besucht, wie Alexander Harlander, der neue Marketingbeauftragte des Oberbräu, zu berichten weiß.

Diesmal gab’s die Lesung. Am heutigen Sonntag steht Veronika von Quast als “Kellnerin Anni” in der Bühnenfassung im Gasthof zur Post in Warngau auf den Brettern, die für manche die Welt bedeuten.


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