AfD stellt neunten Landratskandidaten

Unerwarteter Landratskandidat für Miesbach

Die Kommunalwahlen sind fast schon zum Greifen nah. Wer als Landrat oder Landrätin am 15. März kandidieren wird, steht schon seit Wochen fest. Jetzt aber die Überraschung: eine weitere Partei hat sich dazu entschieden, einen Landratskandidaten zu stellen. Und der fasst seine Überzeugung in sichere Worte.

Alois Ostermair soll seinen Hut für die AfD bei den Kommunalwahlen 2020 in den Ring werfen. / Quelle: Pressestelle AfD

Acht Landratskandidaten waren es bisher für Wahl am 15. März 2020. Jetzt sollen neun daraus werden: die Alternative für Deutschland (AfD) wählte kurz vor knapp Alois Ostermair als Kandidaten für den Landrat des Landkreis Miesbachs.

Der 53-jährige Betriebswirtschaftler aus Weyarn wurde erst im Dezember 2019 neuer Kreisvorsitzender, jetzt strebt er das Amt des Landrats an. Am 21. Januar hat er dafür die erforderlichen Unterlagen bei der Wahlleiterin im Landratsamt abgegeben.

“Ich freue mich sehr auf die sicherlich sehr spannende Arbeit in den nächsten knapp zwei Monaten bis zur Wahl”, so Ostermair mit einer positiven Einstellung. Weiter betont er aber:

Wer jedoch von mir Schmutzkampagnen und Beschimpfungen der politischen Konkurrenz erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Nichtsdestotrotz werde ich durchaus konsequent den Finger in die Wunde legen und das auch bewusst in einem bundespolitischen Kontext. Denn dieser Blick über den kommunalen Tellerrand ist gerade heute wichtiger denn je.

Keine Kreistagsliste von der AfD

Eine Kreistagsliste wird die AfD aber nicht aufstellen. „Nicht zuletzt auch, um ein Zeichen des Missfallens im Umgang mit unserer Partei zu setzen“, erklärt er. Laut Ostermair sei es immer wieder erschreckend, wie Parteifreunde mit negativen beruflichen und sozialen Folgen rechnen müssen, sollten sie für die Partei kandidieren.

Der Betriebswirtschaftler spricht dabei von einem „Klima der Angst“. Für ihn sei das unter anderem ein Grund, trotzdem zu kandidieren: „Ich stehe nicht zuletzt auch hier, um genau jenen Menschen eine Stimme zu geben, die anderer Meinung sind, als der immer mehr nach links tendierende Mainstream”, so Ostermair abschließend.

 


 

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