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Hundekotbeutel im Tegernsee - das sagen die Gemeinden

„Unsere Heimat verdreckt“

Von Laura Urban

„Unsere Heimat verdreckt“, schreibt ein Leser an die Redaktion. Grund für seinen Ärger sind Hundekotbeutel, die er im Tegernsee gefunden hat. Kein generelles Problem, wie die Recherche zeigt, sondern ein Vorkommnis in einzelnen Gemeinden.

Hundekotbeutel beim Schiffsanleger in Tegernsee
Hundekotbeutel beim Schiffsanleger in Tegernsee.

Am Ufer in Tegernsee, nahe der Schiffsanlegestelle, liegen einige Beutel mit Hundekot. Ein Leser gab der Tegernsee Stimme den Hinweis dazu. Er habe des Öfteren beobachtet, dass Hundekotbeutel im See „verschwinden“ würden.

Auf Nachfrage bei der Stadt Tegernsee zeigt man sich überrascht. Bisher habe man noch nichts von Beuteln im See gehört. Die eingetüteten Hinterlassenschaften am Schiffsanleger müssten ein Einzelfall sein. Seit ungefähr acht Jahren seien sogenannte „Dogstations“ in ganz Tegernsee und rund um den See platziert worden. Seitdem gäbe es kaum noch Beschwerden, sagt Geschäftsleiter Hans Staudacher.

„Hundetoiletten dienen der Sauberkeit der Stadt“

Die Hundestationen mit kostenlosen Kotbeuteln und dazugehörigen Mülleimern werden in Tegernsee gut genutzt, erklärt Staudacher weiter. Insgesamt 26 dieser Dogstations werden alleine in Tegernsee durch den Bauhof betreut. Falls doch mal etwas am Straßenrand liegen bleibe, kümmere sich die Straßenreinigung um den Dreck. Die wenigen falsch entsorgten Beutel seien daher auf Dauer kein Thema, schätzt der Geschäftsleiter. „Verschwundene Beutel“, wie sie der Leser beschreibt, seien zum Glück nicht die Regel.

Auch Bad Wiessees Ordnungsamt weiß nichts von einer „größeren Verschmutzung“. Man habe im Ort zirka 25 Hundetütenspender aufgestellt, die rege genutzt werden, weiß Klaus Schuschke, Mitarbeiter der Stadt Wiessee. Es sei wichtig, dass an Stellen, die gerne von Hundebesitzern zum Spaziergang genutzt werden, ausreichend Dogstations vorhanden sind. „Wer läuft schon gerne minutenlang mit einem Beutel voller Hundekot herum“, so Schuschke.

Rottach als Hotspot für Hundebesitzer

In Rottach scheint allerdings tatsächlich ein Problem zu herrschen. Aufgrund des niedrigen Wasserstandes im vergangenen Monat waren einige gefüllte Hundebeutel in der Weißach sichtbar geworden. Dabei hat Rottach weitaus mehr „Dogstations“ zu bieten als seine Nachbargemeinden. Über 70 hat die Gemeinde in ihrem Gebiet aufgestellt.

Am Eingang zur Länd befindet sich eine Hundestation. /Archivbild
Am Eingang zur Länd befindet sich solch eine „Dogstation“.

Der Grund ist laut Gemeinde folgender: Viele Hundebesitzer gingen mit ihren Tieren lieber in Rottach, als in anderen Orten spazieren, so Geschäftsleiter Gerhard Hofmann. Rottach würde schlicht mehr für die Tiere bieten. Es gäbe wenig Autos und viele schöne Routen, wo die Hunde frei laufen können.

Hofmann bittet allerdings darum, Rücksicht zu nehmen und die aufgestellten Hundetoiletten auch zu benutzen. Diese seien schließlich nicht ganz billig. Rund 750 Euro kostet so ein Hundeklo in der Anschaffung. Zudem müssen die Mülleimer zweimal wöchentlich geleert werden. „Das ist schon ein gewisser Service,“ betont Hofmann. Es gäbe allerdings auch keine anderen Optionen.

Die Sauberkeit der Städte und Gewässer sind schließlich im Interesse aller.

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