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Tag der Liebenden schreit nach mehr Babys fürs Tal

„Kopflos“ am Valentinstag

Von Rose Beyer

Am Freitag ist Valentinstag. Dieser gilt als „Tag der Liebenden“. Das Brauchtum geht auf den christlichen Märtyrer namens Valentinus zurück, der der Überlieferung nach enthauptet wurde.

Unser nicht ganz ernst gemeinter Rat: einfach mal „kopflos“ am Valentinstag zu sein. Das Tal kann mehr Babys gut gebrauchen. Die Geburtenzahlen sind im Keller. Angesprochen fühlen dürfen sich vor allem die Tegernseer. Nur 14 Neugeborene gab es dort 2013.

Die Rottacher Neubürger im April 2013 im Seeforum.

Wer mit dem Gedanken spielt eine Familie zu gründen, der könnte den Valentinstag als Anlass nehmen. Denn dem Tal täten ein paar mehr Babys recht gut. In allen Gemeinden sind die Geburtenzahlen im Keller.

Die Stadt Tegernsee brachte es 2013 gerade mal auf 10 Buben und 4 Mädchen als neue Stadtbürger. Auch in Rottach-Egern ist die Bilanz nicht viel besser – rechnet man es auf die gesamte Einwohnerzahl hoch (Tegernsee: 3.622 – Rottach-Egern: 5.543 Einwohner), dann sogar noch ernüchternder.

Hafner wirbt für mehr Kinder

Bereits im April vergangenen Jahres zeigte sich Rottachs Bürgermeister Franz Hafner von der Geburtenbilanz erschüttert. Hafner begrüßte damals alle Neugeborenen mit Eltern und zeigte sich besorgt über die Geburtenbilanz, die 2012 sogar noch um drei Kinder geringer ausgefallen war. Trotz seinem Aufruf, „noch mehr für die Geburtenstatistik zu tun“, hatte Rottach das schwächste Ergebnis in der Amtszeit des Bürgermeisters eingefahren.

Ich war erschüttert, dass es im vergangenen Jahr nur 17 Geburten gab. Früher waren es immer zwischen 20 und 30.

Vielleicht sind die drei Geburten mehr in 2013 ja auf Hafners erneuten Aufruf zurückzuführen. Bad Wiessee jedenfalls steht im Verhältnis zur Einwohnerzahl (4.825) mit 24 Neubürgern – zwölf Mädchen und zwölf Buben – besser da als Rottach. In Gmund – der nach eigenem Selbstverständnis familienfreundlichen Gemeinde – kamen 39 Neugeborene hinzu: 19 Mädchen und 20 Buben (bei 5.837 Einwohnern).

Auch wenn es nicht mehr im Herzen vom Tal liegt – in Waakirchen zeigt man viel Herz für Kinder. Hier füllen seit 2013 viel mehr Babys die Kinderzimmer als bei den Talgemeinden. 54 kindliche Zuzüge verzeichnet die Doppelgemeinde Waakirchen-Schaftlach (mit 5.516 Einwohnern). Doppelt so viele Mädchen – nämlich 36 – dürfen sich in ein paar Jahren um 18 Buben gleichen Jahrgangs zanken.

Viele Namen

Ob es zu einem allgemeinen Abwärtstrend bei den Geburten im Tal kommen wird, lässt sich allerdings (noch) nicht feststellen. Tendenziell unterliegt die Geburtenentwicklung gewissen Schwankungen. Dabei wirft der demographische Wandel bereits jetzt wichtige Fragen auf. Vor allem Lösungen für die Bildung von Schulverbünden im Grundschulbereich dürften zunehmend gefordert sein.

Und während Grundschulen in Zukunft vielleicht neue Namen bekommen, weil sie zusammengelegt werden, lassen sich in den meisten Tal-Gemeinden keine Trends bei der Vergabe von Vornamen für Neugeborene erkennen. Einziger Ausreißer: In der Gemeinde Kreuth (3.917 Einwohner) tragen von den 19 Neugeborenen etliche die Namen „Anna“ und „Lena“ – meist in Kombination, während die Buben oft „Maximilian“ genannt werden.

Hat’s dann geklappt mit dem Kinderwunsch am Valentinstag, so könnte es ja im November mehr Valentins – respektive Valentinas – geben. Dem Tal täte es bestimmt gut. Und wir würden uns dann natürlich über die Zusendung der Babyfotos sehr freuen.

Quelle Artikelbild: Helene Souza by pixelio.de

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