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Unternehmer aus dem Kreis Miesbach zur Wahl aufgerufen

Von Extern

In vielen Gebieten Deutschlands, wie der Region Miesbach, hat die lokale Wirtschaft momentan mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Deswegen soll die anstehende Wahl der Industrie- und Handelskammer einen Aufschwung erwirken. Insgesamt streben 22 Unternehmer aus der Region Miesbach einen Einzug in das Parlament der Wirtschaft an, um in schwierigen Zeiten bessere Verhältnisse zu bewirken.

Mehrere Sitze im Regionalausschuss zu besetzen

Petra Reindl, Vorsitzende des Regionalausschusses der IHK in Miesbach hat gegenwärtig alle Hände voll zu tun – sie wirbt mit Stimmrecht für die Teilnahme an der Wahl der insgesamt über 10.000 Unternehmer. Letztendlich können 15 Sitze im Regionalausschuss der Region besetzt werden. Reindl selbst befindet sich zwar noch im Besitz ihres Mandats, findet sich allerdings nicht mehr auf der Kandidatenliste der IHK in Oberbayern.

Für die bevorstehende Wahl sieht sie allerdings wichtige Punkte, die ihre Nachfolger in den Griff bekommen müssen. “Das Coronavirus stellt die Wirtschaft vor Herausforderungen, wie sie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr existiert haben. Durch Lockdowns, Grenzschließungen, unterbrochene Lieferketten, Home-Office, Quarantäne-Maßnahmen und Wirtschaftshilfen ist die Lage für Unternehmen bitterernst”.

In der bevorstehenden Wahl wird auch Thema Insolvenz eine Bedeutung haben. Insgesamt sind zwischen 150.000 und 160.000 Unternehmen in Miesbach und dem restlichen Bundesland Bayern gefährdet. Robert Obermeier, Chef-Volkswirt der IHK für München und Oberbayern kann jedoch auch eine positive Entwicklung erkennen: „Die Insolvenzzahlen waren aber noch nie so niedrig wie 2020“, wird der Vorstand zitiert.

Wirtschaftlicher Einfluss der IHK während der Krise bedeutsam

Dass die Mitgliederwahl der Industrie- und Handelskammer der Region mit erfolgversprechenden Aussichten vonstatten geht, steht in Zusammenhang mit der wirtschaftlichen bzw. unternehmerischen Existenz von Miesbach. Eine erfolgreiche Wahl könne die Förderungsmaßnahmen der IHK garantieren, welche laut Beobachtungen des Wirtschaftsportals FITFORMONEY bereits umfangreich ausfielen: “Bis Mitte März hat die IHK für München und Oberbayern mehr als 14,7 Millionen Euro in den Förderprogrammen „Überbrückungshilfe II“ und „Novemberhilfe“ zur Auszahlung an die Antragsteller aus dem Kreis Miesbach überwiesen.

Die “Überbrückungshilfe II” wurde in Miesbach bereits von 255 betroffenen Betrieben in einem Volumen von über vier Millionen Euro beansprucht”. Jens Wucherpfennig, Zuständiger für den Regionalausschuss in Miesbach betonte hierbei, dass der Großteil jener Gelder an das Gastgewerbe floss.

Die sogenannten “Novemberhilfen” wurden von der IHK für über 700 Unternehmer in Miesbach zur Verfügung gestellt. Die Gesamtfördersumme betrug hier 10,4 Millionen Euro, wobei auch hier der Großteil in die Gastronomie investiert wurde.

IHK-Wahl soll wichtige Rolle der Kammer festigen

Mithilfe der anstehenden Wahl soll auch das bisherige Vorgehen der IHK in Miesbach weitgehend gesichert werden. Die Vereinigung war laut Wucherpfennig auch über die komplette Abwicklung der Corona-Überbrückungshilfen hinaus aktiv. Abgesehen von der Rolle als Mittelstandsvertreter in der Politikberatung wurden auch zusätzliche Förderungen etabliert.

“Die IHK startete zusätzlich die “Überbrückungshilfe III”, welche darauf abzielt Kunden mit Werbung und Marketingstrategien zurück- oder neu zu gewinnen”, konnten Vertreter von HDRebelution, einem Marketing-Beobachtungsteam, in Erfahrung bringen. “Hier können betroffene Unternehmen bis zu 90 Prozent ihrer Marketing- und auch Werbeausgaben entsprechend refundieren lassen. Die Obergrenze stellt allerdings die Höhe der entsprechenden Ausgaben dar, die im Jahre 2019 erzielt wurden”.

Trotz jener zusätzlichen Schritte betonte Chef-Volkswirt Robert Obermeier im Rahmen der bevorstehenden Wahl: “„Wir sind Wirtschaftsexperten und keine Pandemieexperten und können nur Lösungen aufzeigen.“ Diese zu erarbeiten sei nun das Ziel jener 22 Unternehmer, die nun zur anstehenden IHK-Wahl antreten.


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