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Gmunder diskutieren über Spielplatzerweiterung in Seeglas

Viel Ge-Quatsch‘ um Matsch

Der Spielplatz in Seeglas gilt als Renner bei Eltern und Kindern. Jetzt soll er erweitert werden. Wie? Darüber ist man sich in Gmund noch nicht einig.

Der Spielplatz in Gmund-Seeglas soll erweitert werden.

„Der Spielplatz in Seeglas ist ein wunderbarer Ort für Eltern und Kinder.“ So leitete Gmunds Bürgermeister Alfons Besel die Diskussion um die Erweiterung in der vergangenen Gemeinderatssitzung ein. Jetzt solle eine weitere Spieleinrichtung das Areal bereichern.

„Was ist schöner, als eine Matschanlage, wo Kinder mit Sand und Wasser spielen können,“ so der Rathauschef. „Gerade auch für kleinere Kinder.“ Komme man an einen Spielplatz, so seien diese immer total belagert. Und für die verdreckte Kleidung laufe anschließend ja die Waschmaschine.

Viel Ge-Quatsch’ um Matsch

Es sei angedacht, dass das Spielgerät neben den „belaufbaren Kreisel“ am bestehenden Spielplatz integriert werde, berichtete Besel. Und dort nicht Richtung See, sondern im Anschluss an den Spielplatz. Dort werde das Areal um drei bis vier Meter erweitert, um Platz dafür zu haben. Außerdem brauche man einen eigenen Wasseranschluss sowie ein Rohr, um das Wasser zu entsorgen. Damit könne man gleich ein weiteres „Problem“ lösen, nämlich das dass man auch für bestehende Festivitäten bisher kein Wasser gehabt hätte. Z.B. für das Lichterfest.

Je nach Ausführung koste die Anlage bis zu 17.000 Euro, führte Besel aus. Die teuerste Variante käme dabei in Edelstahl daher, mit Kosten im Rahmen von 11.000 bis 17.000 Euro. Ein Vergleichsangebot aus Plastik und anderem Material sei schon für 8.700 Euro zu haben. Und die Version aus Holz könnt man für rund 4.300 Euro erwerben. Fragwürdig sei jedoch, wie langlebig die günstigeren Varianten seien. Besel sprach sich für die Variante aus Edelstahl aus und eröffnete gleichzeitig das Diskussionsforum für die Gemeinderatsmitglieder.

Am oder im Wasser?

Barbara von Miller entflammte sich für die Idee des Wasserspielplatzes: „Es war ein großer Wunsch von mir und ich war dafür.“ Allerdings sei sie etwas enttäuscht, dass man den Wasserspielplatz vom Wasser entzerren wolle.

Für mich soll der See der Spielpartner sein, so habe ich den Wasserspielplatz verstanden.

Von Miller stellt sich eine ähnliche Anlage vor, wie sie auch in Bad Wiessee angelegt ist. Dort spielen die Kinder direkt im Wasser des Sees an einer Art Wasserschnecke. „Wenn ich einen See habe, dann brauche ich kein Wasserrohr“, meint die Gemeinderätin. Ein Wasserspielplatz gehöre ins oder direkt ans Wasser. Im übrigen hätte dies auch den Vorteil, dass es dann das ganze Jahr bespielbar sei. Hätte man ein Wasserrohr – wie bei der anderen Variante – so müsse dies ja im Winter abgesperrt werden.

Florian Hagn äußerte seine Sicherheitsbedenken. Man müsste wahrscheinlich einen Zaun machen, um die Kinder vor Verunfallung zu schützen. „Mir gefällt das nicht, dass man das in den See reinsetzt.“ Auch Bürgermeister Alfons Besel machte darauf aufmerksam, dass man abhängig vom wechselnden Wasserstand des Tegernsees sei: „Es kann sein, dass dies dann kaum bespielbar ist.“ Außerdem hielt er dagegen, dass „in Bad Wiessee eine ganz schön massive Baumaßnahme am Ufer notwendig war“, um die Wasserschnecke umzusetzen.

Diskussion nimmt Fahrt auf

Während sich Johann Huber für die günstigere Variante aus Holz aussprach, konnte Laura Wagner dem Gedanken eines Wasserspielplatzes – egal wie umgesetzt – gar nichts abgewinnen: „Wenn wir einen See haben, dann brauchen wir doch keinen Wasserspielplatz.“ Sie selbst sei als Kind glücklich gewesen mit Meer und Sand.

Georg Rabl sprach sich ebenso für eine Trennung aus. Er sieht die Matschanlage als sinnvolle Erweiterung des bestehenden Spielareals an, meinte jedoch, es solle einen Bereich geben, wo die Leute sich hinlegen und ins Wasser reingehen und eine Fläche, an der die Kinder spielen können.

Ungewollte Wasserspiele in in Wiessee

Hans Schmid sprach sich für eine Lösung am Wasser – nicht im Wasser – aus. Bei hohen Wasserständen gehe sowieso niemand mit Kindern hinein. Außerdem machte er auf den problematischen Untergrund des Sees aufmerksam:

Wenn da oben immer Wasser läuft, dann brauchen wir noch eine Drainage, sonst haben wir immer einen nassen Spielplatz.

„Magisch“ fand auch Franz von Preysing die Idee des Wasserspielplatzes: „Das ist das erste, wo die Kinder hinwollen.“ Er kann sich sogar eine Erweiterung der Idee vorstellen. Mit mehreren Highlights am gesamten Seeufer entlang. Enden könne der Parcours dann beispielsweise am Ludwig-Erhard-Platz. Nicht verstehen konnte Herbert Kozemko so viel Aufmerksamkeit für ein solches Thema: „Dass so ein Punkt die Gemeinderatssitzung sprengen kann“, so wunderte er sich: „Da kemma jetz in Schmarrn eini.“

Besel beschwichtigte und beendete das ganze mit der positiven Zusammenfassung, dass die Diskussion wieder einmal zeige, dass Gmund die Familienfreundlichkeit sehr wichtig sei. Letztendlich einigte man sich auf eine Ortsbesichtigung. Und zusätzlich auf den Vorschlag von Josef Stecher, sich das Spielplatzangebot des ganzen Gemeindegebiets einmal genauer anzusehen.


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