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Klanggewaltiges Konzert in Weissach

Vocaljazz und Vibraphon

Von Monika Gierth

Zwei international renommierte Musiker brachten in der Bachmair Weissach Lounge die ungewöhnlich spannende Verbindung aus Gesang und Vibraphon zu Gehör. Stimmwärme und metallklares Schlaginstrument ergaben Swing, klassisch, lyrisch, jazzig und mehr!

Vor gespannt lauschendem Publikum gastierten Stefanie Schlesinger und Wolfgang Lackerschmid. Ungewöhnlich die Instrumentenwahl: Lackerschmid nahm dies freundlich zum Anlass, das Publikum in sein Vibraphon hineinhören zu lassen.

Lackerschmidt
Wolfgang Lackerschmid und Stefanie Schlesinger in Aktion / Bild: Monika Gierth

Ohne Verstärkung, doch klanggewaltig, gläsern, hell, sphärisch, mit und ohne Vibrato, staccato oder verhallend. Virtuos tanzte er mit 4 Schlägeln in den Händen, die Füße das Pedal tupfend, um zu dämpfen. Die Metallplatten, die über den Resonanzröhren liegen, schwingen nach, und so muss jede, um ein „Verschmieren“ der Töne zu verhindern, nach dem Anschlag wieder beruhigt werden. Das Modern Jazz Quartett brachte dem Instrument seinerzeit viel Beachtung, im Vibes Summit spielte Lackerschmid mit den Größen des Jazz. Die Klangfarbe dieses Instruments findet im Swing, Latin oder Free Jazz viel Gefallen.

Gershwin und Grothe

Ungewöhnlich auch das Programm: Mit größter Spielfreude interpretierten Schlesinger und Lackerschmid Gershwin, Porter, Jobim (Dindi). Entnahmen Stücke aus Musicals, erinnerten mit „Ganz leise kommt die Nacht“ an Franz Grothe. Auch die Sambaversion von „Non so piu cosa son, cosa faccio“ (aus dem „Figaro“) hätte Mozart sicher viel Vergnügen bereitet. Brecht fand sich mit dem Plärrerlied von Lackerschmid wunderbar vertont, Rilkes Karussell drehte sich nach den Tönen Schlesingers.

Ihre warme volle Stimme erklang klar und ausdrucksvoll, auch in den leisesten Passagen waren die Texte, die schönen Gedichte, in allen Sprachen verständlich. So brillierten die beiden nicht nur mit Bekanntem, sondern zeigten ihre außergewöhnliche Musikalität und ihr Können in den feinen, lyrischen Eigenkompositionen. Dieses große musikalische Fundament erlaubte ihnen die Kür, die freie Interpretation und ständige Variation des Spiels. Welch ein Genuss für die Zuhörer, welch eine Freude bei den Musikern!

Lesen Sie weiter auf unserer Partnerseite Kulturvision und erfahren Sie, was Helmut Lackerschmid mit dem Tegernsee verbindet.

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