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Spielbank Bad Wiessee: Genehmigung des Raucherbereichs bestätigt – Fotos vom umstrittenen Wintergarten

Von Redaktion

Fünfte Anmerkung vom 01. Dezember / 16:12 Uhr
Der Raucherbereich an der Spielbank ist genehmigt. Das Landratsamt gab nach einer letzten Besichtigung in der letzten Woche grünes Licht (siehe Artikel weiter unten).
Offiziell ist der Wintergarten aber noch nicht eröffnet, da die schriftliche Bestätigung fehlt. Jedoch denken die Verantwortlichen, dass es dieses Jahr eigentlich klappen müsste mit der Eröffnung des neuen Raucherbereich für Casino-Besucher.

Wir hatten heute die Möglichkeit den umstrittenen Wintergarten zu besichtigen und einige Fotos zu machen:

Der Innenraum des Wintergartens. Drei Fensterbereiche sind ohne schützendes Glas. Laut Aussage der Verantwortlichen sind die Jalousinen an den offenen Teilen normalerweise hochgefahren. Geschlossen sind sie ausschließlich, wenn das Wetter sehr extrem ist.
Fluchtweg für die Besucher. Nur vom Innenraum des Casinos zu öffnen. Kein offizieller Durchgang für Gäste.
Der Wintergarten in der Außenansicht. Gut zu sehen die drei offenen Glasbereiche.
Zugang zum Raucherbereich nur über die offene Terasse. Rechts geht es ins Casino.

Vierte Anmerkung vom 26. November / 10:01 Uhr
Die Genehmigung des neu errichteten “Raucher-Wintergartens” an der Spielbank Bad Wiessee ist nach der gestrigen Besichtigung durch Vertreter des Landratsamtes bestätigt worden. Wie uns Sprecher Frank Skodzinski vor wenigen Minuten telefonisch mitgeteilt hat, ist somit der Weg frei für die geplante Nutzung des Raumes als Raucherbereich.

Trotz diverser kritischer Stimmen bleibt das Amt damit auch nach seiner Schlussbesichtigung bei seiner ersten Einschätzung, dass das Vorhaben baurechtlich völlig in Ordnung ist und wird somit als Außenbereich eingestuft. Damit unterliegt es auch nicht dem strengen Nichtraucherschutz-Gesetz.

Gerade die permanenten Öffnungen und der Gästezugang von der Außenterasse sind dabei laut Frank Skodzinski die wichtigsten Faktoren, die die uneingeschränkte Zulassung erst möglich machen.

Dritte Anmerkung vom 23. November / 13:09 Uhr mit der Überschrift “Der Niedergang der Spielbank Bad Wiessee: Direktorin rudert zurück – doch keine Bewirtung im Raucherbereich”
Langsam gewinnt das Thema “Raucherwintergarten bei der Spielbank” an Dynamik. Mittlerweile spricht auch die TZ in einem aktuellen Artikel von einem Umgehen des Rauchverbots. Und Frank Skodzinski, der Sprecher des Landratsamtes räumt ein, dass wenn irgendwas gegen die Vorschriften des Nichtraucherschutzgesetzes verstoßen sollte, es selbstverständlich zu rechtlichen Konsequenzen kommen wird. Um das zu überprüfen wird das Landratsamt am Donnerstag, einem normalen Ablauf folgend, den Raucherbereich besichtigen und sich dann festlegen.

Und auch Antje Schura, Direktorin der Wiesseer Spielbank rudert nach der ersten Ankündigung zurück. Laut TZ möchte Sie im Außenbereich nun doch keine Bewirtung anbieten – was eventuell als kleines Zugeständnis an die örtlichen Gastronomen gewertet werden kann.

Doch um die Bewirtung geht es im Kern nicht. Die konkrete Fragestellung ist nämlich: Wird der Wintergarten als Innen- oder Außenbereich eingestuft?
Wenn das Landratsamt diese Frage mit Innenbereich beantwortet, greift das Nichtraucherschutzgesetz und ein Rauchverbot gilt auch für den Wintergarten. Dagegen bedeutet die Bestätigung der Einordnung als Außenbereich > kein Rauchverbot.

Einige Gastronomen im Tal haben bereits angekündigt gegen eine mögliche Zulassung klagen zu wollen. Und obwohl laut Sprecher Skodzinski “derzeit noch keine Beschwerden von irgendeiner Seite im Landratsamt eingegangen sind” kann man die Verärgerung nachvollziehen.

Die vorliegenden Bilder zeigen nämlich einen festen Raum, der beheizt ist und zum Teil offen gehalten wird. Zusätzlichen Schutz vor direkt einfallendem Regen oder Schnee gibt eine Lamellenkonstruktion.

In der Form erinnert das Ganze allerdings einfach an einen geschlossenen Raum, in dem die Hälfte der Fenster offen stehen. Falls diese Konstruktion als Außenbereich durchgehen sollte, kann man sich im Landratsamt eventuell auf eine Flut von Anträgen diverser Gastronomen einstellen.

Anmerkung: Mittlerweile hat auch der Merkur den Artikel von der TZ eins zu uns (inklusive der Kommentare) übernommen. Hier geht`s zum Beitrag.

Zweite Anmerkung vom 15. November mit der Überschrift “Der langsame Niedergang der Spielbank Bad Wiessee – Bürgermeister Peter Höß im Kurzinterview (Video)”
In einem kurzen Interview hat uns Bürgermeister Peter Höß ein paar Fragen zu den Auswirkungen des Umsatzrückgangs der Wiesseer Spielbank beantwortet.
Nicht mehr im Interview drin ist seine Aussage zum umstrittenen Raucherbereich (siehe Artikel weiter unten): Den sieht er zwar von der Konstruktion her als unproblematisch und gesetzeskonform. Bei der angekündigten Bewirtung versteht er aber die Verärgerung der Gastronomen. Höß zeigt sich jedoch überzeugt davon, dass auch dies nach den Erfordernissen des Nichtraucherschutzgesetz umgesetzt werden wird.

Erste Frage:
Herr Bürgermeister, was sagen Sie zu der Entwicklung der Spielbank beziehungsweise wo sehen Sie das Hauptproblem?

Anmerkung vom 12. November / 13:47 Uhr
Scheinbar sind die Verantwortlichen beim Thema Spielbank etwas dünnhäutig. Eventuell kritische Fragen zum geplanten Raucher-Wintergarten werden nicht beantwortet. Die Direktorin Antje Schura steht zwar zu größeren und PR-trächtigen Interviews, so wie am Mittwoch im Merkur (nur Print), bereit. Gegenüber der Tegernseer Stimme möchte sie aber nichts sagen und verweist auf die allgemeine Pressestelle in München.

Das ist natürlich Ihr gutes Recht, aber trotzdem irgendwie schade. Denn nicht wenige Gastwirte im Tegernseer Tal fragen sich, warum der Staat einen “Raucher-Wintergarten” einrichten darf, der tendenziell ein geschlossener Raum ist und in dem auch noch eine Bewirtung stattfindet. Ihnen jedoch bleibt diese Möglichkeit per Gesetz verwehrt.

Eine Aussage der Direktorin der Wiesseer Spielbank, die das noch vor 2 Tagen offensiv kommuniziert hat und somit am besten über die Situation bescheid weiß, wäre zumindest interessant gewesen.

Am Monte Lago beispielsweise kann man relativ gut sehen, welche Lösung mit dem Nichtraucherschutzgsetez vereinbar ist. Mit dem “Raucher-Wintergarten” in der Spielbank, der Ende November eröffnet werden soll, hat das allerdings nur wenig zu tun.

Ursprünglicher Artikel vom 10. November / 11:51 Uhr
Wenn schon Bürgermeister Peter Höß auf einer öffentlichen Sitzung des Kurausschusses vermeldet: “Wir können die Seepromenade nicht so verschönern, wie vor einigen Jahren geplant. Geschweige denn das Seeforum in der Form hinstellen, wie noch vor 3 Jahren vom Gemeinderat verabschiedet. Denn die Realität ist die: Durch den Rückgang in der Spielbank haben wir ganz einfach pro Jahr 1,5 Millionen Euro weniger in der Kasse. Und das müssen wir akzeptieren.”

Wenn also der defakto oberste Hüter der Gemeinde-Finanzen so etwas sagt, dann brennt – flapsig ausgedrückt – der Busch. Oder anders: Der Niedergang der Wiesseer Spielbank ist spätestens jetzt in der kommunalen Realität der Gemeinde angekommen.

In diesem Zusammenhang lohnt es sich den aktuellen Artikel der Welt Online zur Spielbank Bad Wiessee zu lesen. Unter der Überschrift “Vom Glück verlassen” zeigt er den langsamen Abschwung des Casinos. Besucherschwund. Umsatzeinbrüche. Schlechte Stimmung. So der grundsätzliche Tenor.

Die Situation von Bad Wiessee wird dabei im Kontext aller bayerischen Casinos beleuchtet. Denn nicht nur dem Casino in Wiessee geht es zunehmend schlechter. Auch die anderen haben mit großen Problemen zu kämpfen.

40% Umsatzrückgang in 4 Jahren – wo führt das hin?

Aber alleine in Bad Wiessee sank der Bruttospielertrag von 32,9 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 22,1 Millionen Euro im Jahr 2009. Und in diesem Jahr geht es mit dem Niedergang ungebremst weiter:
August: Minus 8,5%
September: Minus 0,8%
Oktober: 7,5%
Hochgerechnet wird im Jahr 2010 ein Bruttospielertrag von 19,7 Millionen Euro rausspringen. Das bedeutet einen Rückgang von über 13 Millionen Euro oder 40 Prozent in 4 Jahren.

Als Hauptproblem ausgemacht haben die Verantwortlichen dabei das Rauchen. Beziehungsweise die strengen Regelungen zum Rauchverbot. So gab es laut Antje Schura, Direktorin der Spielbank, alleine im Jahr 2008 als das ursprünglich strenge Rauchverbot eingeführt wurde, einen Rückgang von 28 Prozent beim Bruttospielertrag.

Und an diesem Problem möchte Schura auch ansetzen, um dem Trend entgegenzuwirken. Laut einem Bericht im Merkur wird die Spielbank Ende November einen neuen Wintergarten eröffnen. Finanziert von Gemeinde und Freistaat. Dabei sollen stilvolles Ambiente mit Blick auf den See, Bewirtung und Anzeigetafeln zum aktuellen Spielgeschehen die verlorenen Besucher zurückholen.

Ob es dann auch wieder mit dem Seeforum klappt, ist natürlich offen. Aber der Gemeinde wäre es zu wünschen, wenn die Spielbank-Einnahmen ausnahmsweise mal steigen würden.

Weiterführende Links:
Entscheidung des Wiesseer Gemeinderates vom November 2007 zum Seeforum
Artikel zu Bayerns Spielbanken – im speziellen zu Bad Wiessee
Neue Raucherzone für die Wiesseer Spielbank


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