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Kabinett beschließt Bundesverkehrswegeplan - So geht es im Tal weiter

Waakirchen weiter „vordringlich“

Von Laura Lorefice

Gestern war es soweit. Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) für 2030 beschlossen. Alle Projekte im Kreis Miesbach verbleiben im „vordringlichen Bedarf“. Damit kommen auch die Gmunder und Waakirchner einer Umgehung einen Schritt näher. Das freut nicht alle.

Von Moorain über Finsterwald und durch einen Tunnel nach Kaltenbrunn - so soll die Umfahrung von Gmund aussehen
Von Moorain über Finsterwald und durch einen Tunnel nach Kaltenbrunn – so soll die Umfahrung von Gmund aussehen

Deutschland will mehr Geld als je zuvor in den Erhalt und Ausbau von Straßen, Schienen- und Wasserwegen stecken. Insgesamt sollen dabei knapp 270 Milliarden Euro investiert werden. Unter dem Grundsatz „Erhalt vor Neubau“ sind rund 1.000 Projekte definiert. 49 Prozent des Geldes entfallen auf Bundesstraßen und Autobahnen, etwa 42 Prozent auf Bahnprojekte und knapp 9 Prozent auf Flüsse und Kanäle.

Engpässe vermeiden

Die dringlichsten Aus- und Neubauprojekte sind nach Prioritätenkonzept als „Vordringlicher Bedarf“ eingestuft. Darin enthalten auch die Gmunder, Waakirchner sowie die Holzkirchner Umfahrung. Hier sollen Engpässe beseitigt werden. 

Gestern beschloss das Kabinett, dass alle Projekte im Landkreis Miesbach im „vordringlichen Bedarf“ bleiben werden und es vorerst auch keine Änderungen geben wird. Für die Waakirchner Bürgerbewegung sowie die Bad Wiesseer ,die strikt gegen eine Umfahrung sind, dürfte das einen herben Rückschlag bedeuten.

Geplante Umfahrung Waakirchen: Beide Umfahrungsoptionen liegen im LSG Egartenlandschaft
Geplante Umfahrung Waakirchen

Auch Änderungen der Pläne im Landkreis wird es aktuell keine geben. Spekulationen über die Erhöhung des Budgets für Waakirchen haben sich damit nicht bewahrheitet. Lars Hülsenmann von der Bürgerbewegung erklärt:

Allein für Waakirchen wurden weit über 200 Stellungnahmen abgegeben, viele davon mit wohl begründeten Eingaben. Nicht eine Einzige wurde berücksichtigt, was im gleichen Maße auch für Holzkirchen und Gmund gilt.

Auch jetzt kündigt Hülsemann ein zweites Mal entsprechende Maßnahmen an, wenn Waakirchen auch nach Abschluss des Verfahrens im vordringlichen Bedarf bleibt. Alexander Radwan erklärte in einem Gespräch am 27. Juli. „Bei einem Verbleib des Projektes OU Waakirchen im vordringlichen Bedarf, wird das Straßenbauamt Rosenheim selbstverständlich auch eine Tunnellösung prüfen.“

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