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Kopfgeldaktion in Warngau

Erste Hinweise auf verdächtige Schmierer

Von Daniela Otto

wanted warngau schmierereien

Aktualisierung vom 16. Mai / 10:56 Uhr
Der Aufruf der Gemeinde Warngau von Mitte April hatte Erfolg: Mittlerweile sind zahlreiche Hinweise von Bürgern eingegangen, wer das Bushäuschen und andere öffentliche Einrichtungen beschmiert haben könnte. Noch ist die Gemeinde dabei, die Informationen zu ordnen und zu priorisieren. Doch in einigen Fällen gäbe es mehrere Beobachtungen, die auf dieselben Personen hinweisen.

„Einen Schmarrn oder eine Gaudi macht jeder mal, wenn er jung ist“, sagt Bürgermeister Klaus Thurnhuber gutmütig, „deshalb wollen wir den Tätern erst mal eine Chance geben, den Schaden wieder gut zu machen.“ Das bedeutet, die verdächtigen Personen werden eingeladen und sollen Stellung zu den Vorfällen beziehen.

Wenn sie den Schaden zugeben und bereit sind, die Schmierereien wieder zu entfernen, hat der Fall keine Konsequenzen. Wenn allerdings keine Schuldeinsicht vorhanden ist, müssen rechtliche Schritte eingeleitet werden. Dann gehts zur Polizei. Denn schließlich wurde öffentliches Gut geschädigt.

Vor vier Wochen hatte die Gemeinde sich zu dem Schritt entschlossen, die Schmierer öffentlich suchen zu lassen. 500 Euro Belohnung wurden für Hinweise, auf mehreren Zetteln im Gemeindegebiet, ausgelobt.

Ursprünglicher Artikel vom 22. April mit der Überschrift: Kopfgeld auf Warngauer Schmierer ausgesetzt
Zu einem eher ungewöhnlichen Schritt hat sich die Gemeinde Warngau in den Tagen vor Ostern entschlossen. Weil immer wieder unter anderem Bushäuschen im Ort beschmiert werden, will man nun mit einem Kopfgeld den Schmierern auf die Schliche kommen.

Ein komplett verschmiertes Bushäuschen mit Wanted-Zettel.
Ein komplett verschmiertes Bushäuschen mit Wanted-Zettel.

Der Zettel, der auf das „Kopfgeld“ in Höhe von 500 Euro verweist, hängt an verschiedenen Stellen im Ort. Unter anderem findet sich der Aufruf „Wer gibt dem Schmierer ein Gesicht“ an der Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe des Warngauer Bahnhofs.

Belohnung für Hinweise

Der Beschluss zu der außergewöhnlichen Aktion wurde vom Gemeinderat getroffen. Man gebe viel Geld aus, um die Schmierereien Jahr für Jahr beseitigen zu lassen, heißt es aus der Gemeinde. Dass die Gemeinde nun den Spieß umdreht, ist dagegen überraschend. Viele Gemeinden im Landkreis haben mit den Auswirkungen von Vandalismus zu kämpfen. Doch nur wenige suchen so offensiv den Schulterschluss mit den Bürgern, um die Täter dingfest zu machen.

Die Belohnung im Warngauer Fall werde fällig, wenn jemand zielführende Hinweise auf die Täter geben kann. Für konkrete Hinweise kann man sich, so der Zettel, direkt per Telefon unter der 08021 9015-0 im Warngauer Rathaus melden. Ob die Gemeinde Erfolg mit der Aktion hat, dürfte in einigen Wochen absehbar sein.

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