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Warngau: Bauantrag für Flüchtlingsunterkunft bewilligt

Gemeinderat ebnet den Weg für Container

Von Andreas Kolbinger

Die Mentalität in Warngau stimmt: Für die ab Dezember erwarteten Asylbewerber ist die Gemeinde bereit. Bis zu 52 Personen sollen in der Containerunterkunft am Ortsrand Platz finden. Jetzt hat der Gemeinderat mit dem Bauantrag auch die letzte Formalität aus dem Weg geräumt.

Auf dieser Wiese liegen die Flächen des Landwirts und der Pfarrgemeinde. Wenn das Landratsamt zustimmt, stehen hier bald Wohncontainer.
Auf dieser Wiese liegen die Flächen des Landwirts und der Pfarrgemeinde.

Mit vierzehn Stimmen sprach sich der Warngauer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für den Bauantrag zur Containerunterkunft aus. Lediglich zwei Mitglieder stimmten dagegen. Für Diskussionen hatte im Vorfeld der Entscheidung erneut der Antrag auf Vorbescheid eines Landwirts gesorgt, dessen Grundstück an den Standort beim Pfarrhaus angrenzt.

Doch die Bedenken konnten ausgeräumt werden: Das Landratsamt Miesbach habe die Angelegenheit geprüft und keine Einwände erhoben, berichtet Anton Kaunzner von der Warngauer Gemeindeverwaltung. Als nächster Schritt ist die Erschließung des Geländes vorgesehen.

Innenausbau und Übergabe im Winter

Bis die Unterkunft Mitte Dezember ans Landratsamt übergeben werden kann, müssen auf dem Grundstück der Pfarrgemeinde noch Leitungen für Wasser, Abwasser, Strom und Gas verlegt werden. Im November sollen die Container von der Firma Fagsi geliefert werden. Danach beginnt der Innenausbau: Die Anlagen werden ähnlich der Container in Holzkirchen ausgestattet und haben mit zirka 60 mal 15 Metern auch die gleiche Größe.

Sie bieten Platz für bis zu 52 Asylbewerber. Der Mietvertrag wurde zwischen Kirche und Landratsamt auf drei Jahre geschlossen, mit Option auf Verlängerung. Vor dem Bezug der Container durch Flüchtlinge will die Gemeinde noch einen Tag der offenen Tür veranstalten.

Ursprünglicher Artikel vom 18. September 2015 mit der Überschrift: „Warngau plant mit Wohncontainern“

Die Gemeinde Warngau muss bis Ende des Jahres rund 50 neue Asylbewerber aufnehmen. Nach langer Debatte steht nun endgültig fest, wo diese untergebracht werden sollen. Im Rahmen einer Infoveranstaltung will Warngau nun seine Bürger über Unterbringung die neuen Nachbarn informieren.

Auf dem Gelände der Warngauer Pfarrgemeinde steht bereits ein Container - jedoch nicht als Unterkunft für Asylbewerber.
Auf dem Gelände der Warngauer Pfarrgemeinde steht schon ein Container – allerdings für die Kita.

Bislang leben in Warngau insgesamt 16 Asylbewerber. Sie sind in Wohnungen im Gemeindegeboet untergebracht. Bis Jahresende rechnet Warngau indes mit der Ankunft von rund 50 weiteren Flüchtlingen. Bereits Mitte Juli einigte sich der Gemeinderat nach langer Diskussion darauf, die neuen Asylbewerber in Wohncontainern auf dem Grundstück der Pfarrgemeinde am Bergfeld unterzubringen.

Standort von Landratsamt bestätigt

Auch das Landratsamt Miesbach hat dafür mittlerweile grünes Licht gegeben. „Der Standort neben dem Pfarrhof ist nun gesichert“, bestätigt die Gemeinde heute auf Nachfrage der Holzkirchner Stimme. Um die Bürgerinnen und Bürger über die Unterbringung der Asylbewerber in Warngau zu informieren, wird es am 30. September um 19 Uhr eine Infoveranstaltung im Gasthof zur Post geben.

Wann genau die neuen Nachbarn zu erwarten sind, konnte die Gemeinde heute allerdings noch nicht sagen. Wann genau die Flüchtlinge in Wanrgau ankommen werden sei bislang noch unklar, heißt es von Seiten der Gemeinde.

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