Neugeborenen-Ehrung in Rottach
Wenn Großfamilien keine Zukunft haben

von Nicole Posztos

29 neue Kinder gab es im letzten Jahr in Rottach-Egern. 10 von denen waren heute, zusammen mit ihren Eltern, in die Gsotthaber Stuben gekommen. Dort überreichte Bürgermeister Franz Hafner allen Anwesenden eine eigens gedrechselte Holzdose und ein grün-weißes Lätzchen mit Rottacher Wappen.

Der Bürgermeister war es auch der klarstellte, dass 29 neue Kinder im Jahr ein eher unterdurchschnittliches Ergebnis sind. Vor fünf Jahren habe es laut Hafner 42 Kinder gegebenen. Und der 59-jährige konnte auch ein positives Vorbild vorweisen. “Nehmts euch ein Beispiel an meiner Tochter. Die hat drei Kinder. Wenn ihr alle das nachmacht, sind wir gut dabei.”

Doch auch Hafner musste zugeben, dass es in Rottach wie auch im ganzen Tal nicht ganz so einfach für große Familien ist. Zwar verbessere sich die Situation aufgrund der immer umfassenderen Versorgung mit Krippenplätze für berufstätige Eltern.

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Gleichzeitig sei es, so Hafner, aber bekanntermaßen schwer, überhaupt eine 4- bis 5-Zimmer-Wohnung zu bekommen.

Die meisten Mietwohnungen – und das gilt auch für die Gemeindewohnungen – sind auf kleine Familien oder sogar Alleinstehende ausgerichtet. Und bisher haben wir in Rottach auch noch kein Einheimischenprogramm geplant.

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