Herbstzeit: Was Sie beim Einsatz von Laubpustern beachten müssen
Was beim Laub erlaubt ist

von Laura Urban

Leise rieseln die Blätter, laut dröhnt es in den Ohren. An Laubpustern scheiden sich die Geister: Für die Einen ist en jetzt im Herbst ein Werkzeug, um mit wenig Anstrengung der Blätter Herr zu werden. Für die Anderen bedeuten sie vor allem störender Lärm. Was gilt es generell bei der Entfernung des Laubs zu beachten? Die HS hat nachgefragt.

Laura steht inmitten der letzten Laubreste im Kurpark in Tegernsee.
Laura steht inmitten der letzten Laubreste im Kurpark in Tegernsee.

Fallende Blätter gehören zum Herbst wie eine schmelzende Kugel Eis zum Sommer. Wenn sich das Laub an den Bäumen in verschiedene Rot-, Braun- und Orangetöne verwandelt, ist das immer ein gewaltiges Farbspektakel. Kinder und Spaziergänger haben ebenfalls ihre helle Freude daran. Alles knistert und raschelt so schön – bis die Laubpuster kommen und alles aufräumen.

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Aus Gründen der Zeitersparnis sind die Hightech-Turbomaschinen sicherlich Gold wert. Trotzdem ist Rücksichtnahme geboten. Was mit dem Laub erlaubt ist, erklärt Johann Bachhuber vom Ordnungsamt Holzkirchen: „Laubblasen ist werktags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr gestattet. An Sonn- und Feiertagen ist es natürlich verboten”. Verankert ist das Ganze im Bundesimmissionsschutzgesetz, auch bekannt als “Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung”. “Infos darüber findet man auch im monatlichen Gemeindeblatt”, so Bachhuber.

“Old School”: mit dem Rechen harken

Wer sich nicht daran hält, muss mit Konsequenzen rechnen. Denn wenn es den Nachbarn stört, kann von offizieller Seite eine Verwarnung ausgesprochen werden. Doch soweit muss es ja gar nicht kommen. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in Holzkirchen benutzen zwar die Kehrmaschine, harken das Laub an schwer zugänglichen Stellen aber auch mal ganz „old school“ mit dem Rechen zusammen.

Zur Erinnerung: Ein Rechen ist ein Garten-Handwerkzeug mit langem Stiel und Metallzinken, mit dem man das lose Laub zusammenziehen kann. Früher Usus, heute fast ausgestorben. Vielleicht erlebt das manuell betriebene Traditionsgartengerät ein Comeback. Es stinkt nicht, frisst kein Benzin und darf rund um die Uhr eingesetzt werden, denn es ist deutlich leiser als die Laubpuster.

Entsorgung im Wertstoffhof

Bleibt noch die Frage, wohin mit den Laubbergen, wenn ich sie fein säuberlich zusammengehäuft habe? “Wie andere Gartenabfälle, kann man auch Laub kostenlos beim Wertstoffhof abgeben. “Aber bitte nur Laub, ohne Baum”, sagt Bachhuber. Denn Gartenschnitt sei in der Regel zwar kostenlos, es komme aber immer auf die Menge und Größe an. Für eine ganze entsorgte Hecke können dann schon einmal Kosten anfallen. Alternativ kann man natürlich auch ein paar Laubberge stehen lassen. Igel und Nager werden es Ihnen danken.

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