Was passiert jetzt mit Ethereum?

von Extern

Nachdem es in den letzten Jahren zu immer mehr hype um Kryptowährungen im allgemeinen gekommen ist, positiver sowie negativer hype, wurde a, 25.1. bekanntgegeben das Ethereum 2.0 gestorben ist. Die Kryptowährung wird in ihrer, seit 2015 geplanten Form, nicht erscheinen. Die Entwickler haben nach eigenen Angaben das Handtuch geworfen. Das hat zum einen den Grund das die Skalierbarkeit der Kryptowährung erst in einigen Jahren fertig wäre und es viele Unsicherheiten seitens der Nutzer und Neukunden geben würde. So wäre man immer wieder auf den Hintergrund getroffen das Kunden glaubten sie dürften kein Ethereum kaufen, weil Eth-2 ja irgendwann eingeführt werden würde und Eth-1 damit aufhören würde zu existieren.

Das sind natürlich nur Ausreden, denn informierte Investoren wissen was es mit der Technik auf sich hat und wie sie eingeführt werden wird. Fakt ist nämlich das Ethereum 2.0 tot ist, aber nur der Name, die dahinter stehende Technik wird weiter entwickelt werden und wird mit der Zeit durch Roll-Ups in die bisherige Währung eingefügt. Das wird zur Folge haben das wir vermutlich deutlich schneller mit der neuen Proof of Stake Methode rechnen dürfen, nur vielleicht nicht im geplanten Umfang. Vermutlich kann einer Einführung, noch dieses Jahr, nicht viel im Wege stehen.

Die derzeitige Verwirrung rund um Ethereum 2.0 führt bei vielen Nutzern verständlicherweise zu Angst und Unsicherheit. Doch was des Einen Leid ist des Anderen Freud, denn gerade der Gamerbereich, der ebenfalls eine große Menge der gleichen Hardware braucht, wie Ethereum Miner darf sich über sinkende Preise für Grafikkarten freuen. Bereits ende 2021 sagte die Fachpresse voraus das sich die Lage auf dem Grafikkartenmarkt 2022 entspannen würde, jedoch sicherlich nicht mit diesem Hintergrund.

Kryptowährungen fehlt leider allgemein eine Rückversicherung. Grundsätzlich ist das zwar auch der eigentliche Hintergrund einer Kryptowährung, fernab von Regulierungs- und Kontrollinstrumenten ohne Beschränkung agieren zu können, aber eine Bitcoin Bank oder eine entsprechende Regulierungsbehörde könnten hier sicherlich eingreifen um den Kurs zu stabilisieren. Das ist zwar gegen den eigentlichen Hintergrund einer unabhängigen und unkontrollierbaren Währung, die sich selbst nicht reglementieren lassen will, aber Kurstechnisch könnte das einiges an Vorteilen haben.

Man darf nie vergessen das ich auf dem Kryptomarkt nicht nur große Anleger tummeln sondern auch viele sehr kleine Anleger, Einsteiger und Miner, die durch diese sinkenden Kurse Probleme bekommen können. Oftmals verkaufen kleine Anleger ihre Portfolios zu schnell und verlieren damit große Geldmengen, was den preis am Ende aber weiter in den Keller treiben kann. Das haben wir nicht erst seit den letzten großen Bitcoin Crashes, dank Elon Musks Tweets erlebt.

Grundlegend ist die Kryptowelt ein Markt der sich auf eine komplett andere Art und Weise reguliert, der komplett andere Dynamiken aufweist, wie reguläre Märkte und ein bisschen Vertrauensverlust kann bereits schnell zu Reaktionen führen. Da natürlich nicht nachvollziehbar ist, wer wieviel Ethereum besitzt, ist es natürlich auch schwierig entsprechende politische oder wirtschaftliche Rachefeldzüge oder ähnliches zu verhindern. Hier ist sicherlich eine Menge Potential für Probleme gegeben. Gerade ein stetig fallender Kurs wird bei vielen Anlegern, die sich langfristig von ihrer Anlage einen großen Gewinn erhofft haben, Unmut auslösen.

Doch wird sich Ethereum, wie die meisten großen Kryptowährungen wieder fangen. Sicherlich ist mittelfristig mit starken Kursverlusten zu rechnen, aber auch der Bitcoin hat sich nach seinem letzten großen Crash wieder erholt. Gerade Anleger sollten an dieser Stelle nicht in Panik verfallen, sondern der alten Börsenweisheit folgen und in diesen Zeiten absolut die Nerven behalten. Wenn weder Umweltschützer noch Politik, viel am Bitcoin ändern konnten, so werden sie gegen Ethereum auch nicht viel machen bzw. machen können.

Der Bitcoin, dessen Handel und Verarbeitung in China vor einigen Monaten verboten worden war hat von diesem Verbot zwar einen kleinen knick in der Kurskurve mitgenommen, sich aber kurzfristig wieder erholt und gezeigt das Kryptowährungen eben genau das sind was sie sein sollten, dezentral und unreguliert. Der Kurs des Bitcoin hat sich durch das Verbot in China nicht wirklich langfristig, spürbar, verändert. Die Auswirkungen des Verbots von Bitcoin waren gering bis fast nicht existent. Da merkt man schnell was Kryptowährungen wirklich können.

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