Denkmalgeschütztes Haus wird saniert - Mieter müssen raus

Was wird aus dem Foto Mayer in Gmund?

Der Gmunder Ortskern ist im Umbruch. Zahlreiche Baustellen reihen sich an der Haupstraße entlang. Nun muss ein weiteres Haus dran glauben. Betroffen sind hier der Foto Mayer und die Wäscherei Rebelein. Was wird dann aus den beiden Läden?

Das große denkmalgeschützte Haus im Gmunder Ortskern soll saniert werden – die Mieter müssen raus.

Im Gmunder Ortskern rührt sich was. Michael Much und Christian Werth bauen gegenüber dem Maximilian. Die Baustellen sorgen immer wieder für Unmut bei den Autofahrern. LKW blockieren die Fahrbahn und sorgen für beengte Verhältnisse am Gmunder Stachus.

Jetzt soll, so wie es aussieht, eine dritte Baustelle dazu kommen. Bauwerber Much hat das denkmalgeschütze Haus, in dem aktuell unter anderem Foto Mayer untergebracht ist, schon vor Jahren gekauft. Nun soll es saniert werden.

Nur die Stellplatzfrage bleibt

Wie Bauamtsleiterin Christine Wild in der letzten Sitzung des Ortsplanungsausschusses erklärte, will Much die Hausnummern 6 und 6a sanieren, ohne den Gesamteindruck zu verändern. Unten soll weiterhin Platz für Läden sein. Oben will der Bauwerber aus sechs, acht Wohnungen machen. Das hintere Gelände soll aufgeschüttet und optisch an den vorderen Teil angepasst werden.

Wild sah kein Problem. Einzig die Stellplatzfrage stand noch im Raum. Zusammen mit dem Nachbargebäude 6a bräuchte er 23 Stellplätze. Nachweisen könne er aber nur 18. Eine Lösung gab es trotzdem. Much gab an fünf Stellplätze in der Tiefgarage von Werth erworben zu haben. Am Ende sollte das Landratsamt aber prüfen, ob das zulässig sei. Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben zu, unter der Voraussetzung, dass die Stellplätze nachgewiesen werden und das Nebengebäude ein Satteldach bekomme.

Was wird aus dem Foto Mayer?

Aber was wird aus Georg Mayer und seinem Fotoladen, der aktuell in der rechten Haushälfte untergebracht ist? Den Mietern im Haus sei gekündigt worden, berichtet er auf Nachfrage. Warten, bis die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind, sei für ihn keine Option. Er zieht deshalb um und zwar nur ein Haus weiter. Mayer erklärt:

Hätte ich nicht in das neue Haus gekonnt, wäre ich vermutlich nach Rottach gegangen. Aber jetzt bleib ich den Gmundern erhalten und ich freu mich auch schon richtig auf den neuen Laden, da die Räumlichkeiten besser und größer geschnitten sind.

Nach dem Weihnachtsgeschäft Anfang Januar zieht Mayer dann um, in seine neuen Räumlichkeiten. Agota Reblein von der gleichnamigen Wäscherei hat dagegen noch keine so konkreten Pläne. Sie sei zwar informiert, dass das Haus saniert werde. Wie es für sie weitergeht, wisse sie aber noch nicht. In Gmund bleiben will sie aber auf jeden Fall.


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