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Was wurde aus dem Pferdeschänder?

Von Nina Häußinger

Mehrere Male versetzte ein Pferdeschänder Gestüte im Landkreis in Angst und Schrecken. Mehrere Stuten in verschiedenen Orten – darunter auch Warngau – wurden bei den Übergriffen verletzt. Seit Mai scheint es ruhig geworden zu sein um den Tierquäler. Hat die Polizei eine Spur?

Der Pferdeschänder verstümmelte mehrere Stuten im Genitalbereich / Quelle: Stephan Jobsky
Der Pferdeschänder verstümmelte mehrere Stuten im Genitalbereich / Quelle: Stephan Jobsky

Seit dem Sommer 2015 sitzt Pferdebesitzern im gesamten Landkreis Miesbach die Angst im Nacken. Damals ereignete sich ein schockierender Fall in Warngau. Eine ältere Stute wurde im Genitalbereiche so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste. Dieser Fall wurde mittlerweile von der Polizei fallen gelassen.

Trotzdem gab es immer wieder Meldungen über den unbekannten „Pferdeschänder“. Er verstümmelte Stuten oder schnitt ihnen den Schweif ab. Seit Mai dieses Jahres scheint es ruhig geworden um den ominösen Täter. Der letzte Fall ereignete sich in Waakirchen. Auch hier wurde die Stute im Genitalbereich verletzt und der Schweif abgeschnitten. Das Pferd hat überlebt. Vom Täter jedoch fehlt weiterhin jede Spur.

Viele Pferdebesitzer überwachen ihre Stallungen und Koppeln seitdem mit Kameras. „Doch man ist immer irgendwie in Sorge“, meinte Hubert Hinterholzer aus Waakirchen im Mai. Auch eines seiner Pferde wurde kurz vor Weihnachten letzten Jahres Opfer des Tierschänders.

Die Ermittlungen dauern an

Zwar sind all diese Taten strafbar, trotzdem handelt es sich rein strafrechtlich nur um Sachbeschädigung und Tierquälerei. Für die Tierschützerin Barbara Meder aus Holzkirchen ein Unding. Schließlich kämpfe man schon so lange dagegen, dass Tiere nur als Sache betrachtet werden.

Die Ermittlungen der Polizeiinspektionen laufen derweil nach wie vor. So bestätigt Vize-Hauptkommissar Roman Hörfurter von der Polizei Bad Wiessee:

Wir können im Moment leider noch keinen Täter präsentieren. Aber die Ermittlungen dauern an.

Es seien durchaus einige Hinweise möglicher Zeugen eingegangen. Einige wurden bereits geprüft, andere müssen noch geprüft werden. Bei den Ermittlungen arbeiten die Inspektionen aus Holzkirchen und Bad Wiessee eng zusammen. Das sei aber ganz normal, so Hörfurter.

Auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd ist mit dem Fall betraut. Auch hier heißt es, dass die Ermittlung weiterhin andauern. Etwas Neues habe sich bisher aber nicht ergeben.


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