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Wenn Pendeln zur Tortur wird

Von Nina Häußinger

Auf dem Weg zur Arbeit gemütlich ein Buch lesen und entspannt im Büro ankommen – so läuft es für die meisten BOB-Pendler nicht. Verspätungen und verpasste Anschlusszüge sind keine Seltenheit. Doch vor allem bei letzterem hat auch der Fahrgast eine Mitverantwortung.

Pendler müssen selbst aktiv werden, wenn sie ihren Anschlusszug erwischen wollen
Pendler müssen selbst aktiv werden, wenn sie ihren Anschlusszug erwischen wollen

Pendeln kann anstrengend sein – keine Frage. Mit dem Auto steckt man oft stundenlang im Berufsverkehr fest. Mit dem Zug ist man Verspätungen ausgeliefert und auf Anschlüsse angewiesen. Wenn man dann abends Richtung Heimat unterwegs ist und die BOB oder der Meridian mit wenigen Minuten Verspätung den Umsteigebahnhof erreichen, ist die Ernüchterung oft groß, wenn der Anschluss schon weg ist.

Kann es denn sein, dass Anschlusszüge in Rosenheim oder Holzkirchen wirklich nicht auf nur wenige Minuten verspätete Züge warten können? „Generell ist zu sagen, dass wir mit unseren Zügen aufeinander, aber auch auf Fahrgäste, die von Zügen der DB auf uns umsteigen (München, Rosenheim) warten“, erklärt der Pressesprecher der Bayrischen Oberlandbahn Christopher Raabe.

Das sei jedoch in Ausnahmefällen nicht möglich. So zum Beispiel, wenn die Abfahrt signalisiert werde, da sich Verspätungen andernfalls auf das gesamte Streckennetz und andere Unternehmen (Fernverkehr, Güterverkehr) ausweiten würden. Raabe betont weiter:

Ferner müssen sich Fahrgäste aktiv bei unseren Kollegen an Bord der Züge melden, damit sie Anschlüsse vormelden können. Dies wird dann von uns intern abgewickelt.

Die Transportleitung trete dann mit den betreffenden Fahrdienstleitern in Kontakt. Laut Raabe sei das keine Seltenheit und Anschlüsse können zum größten Teil gesichert werden, insbesondere auf Strecken, die nur die Bayerische Oberlandbahn befährt.

Wenn es an der Kommunikation hapert

Wie lange ein Zug auf den anderen warten kann, sei nicht klar geregelt. „Handelt es sich um viele Fahrgäste und ist ein späterer Zug für sie unzumutbar (da sie z.B. eine Stunde warten müssten oder es der letzte Zug des Tages ist), warten wir durchaus mal länger“, erklärt der Pressesprecher weiter.

Dann wäre da nur noch die Frage der mangelnden Kommunikation zu klären. Wie kann es sein, dass in manchen Fällen ausführlich über Verzögerungen und außerplanmäßige Stopps informiert wird – in anderen wiederum keine einzige Durchsage zu den Gründen für Verspätungen erfolgt? Raabe macht deutlich:

Fahrgäste werden an Bord unserer Züge selbstverständlich über Verspätungen informiert. Wenn dies einmal nicht der Fall sein sollte und wir über die fehlende Kommunikation informiert werden, sprechen wir mit den beteiligten Mitarbeitern.

Aktuell werde außerdem an einer mobilen App gearbeitet. Fahrgäste können sich dort für sie relevante Strecken eintragen und werden so über Verspätungen direkt mittels Push-Nachrichten informiert.


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