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Wie man im Tal mit der Zeitumstellung umgeht

Sinnlose Sommerzeit?

Von Katrin Kronschnabl

Eine Stunde vor. Wie gewohnt werden am letzten März-Wochenende die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Samstagnacht um zwei Uhr ist es soweit. Müdigkeit? Schlafstörungen? Betrifft das auch die Bewohner im Tegernseer Tal? Und warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt?

Die Uhr der St. Quirinus Kirche stellt sich automatisch um
Die Uhr der St. Quirinus Kirche stellt sich automatisch um.

Am kommenden Wochenende werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Für Verwirrung sorgt jedes Jahr erneut die Frage, ob nach vorne oder zurück. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren also jetzt von zwei Uhr auf drei Uhr vorgestellt. Handy- oder Funkuhren ausgenommen, die richten sich automatisch nach den Atomuhren in Braunschweig. Auch die Uhr am Tegernseer Kloster stellt sich automatisch um. „Ich muss da gar nichts machen, die Uhr läuft mit Funk“, erklärt Mesner Hermann Schmid.

In diesem Zusammenhang hat sich das Forsa-Institut angesehen, wie die Menschen die Folgen einer solchen Umstellung wegstecken. Vier von fünf Bayern können laut Studie mit der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit problemlos umgehen. Gesundheitliche Probleme haben im Freistaat die wenigsten. Müdigkeit, Schlafstörungen, Gereizt- oder Schlappheit sowie Einschlafprobleme könnten aber trotzdem auftreten.

Insgesamt leiden Frauen eher unter der Zeitumstellung als Männer. „Wer bereits Probleme mit der Zeitumstellung hatte, sollte ein paar Tage vorher etwas früher ins Bett gehen“, rät Gottfried Prehofer, Landeschef der DAK-Gesundheit Bayern. „Bei Einschlafproblemen helfen Kräutertees mit Baldrian, Hopfen und Johanniskraut.“

Sonnenlicht länger nutzen und Strom sparen

Die Zeitumstellung soll insofern sinnvoll sein, dass man das natürliche Sonnenlicht im Sommer eine Stunde länger nutzen und so sogar Strom sparen kann. Die TS-Redaktion hat bei Tal-Bewohnern stichprobenartig nachgefragt, wie man hier die Umstellung verkraftet.

Sofia Kanzler und Stefanie Stocker aus Tegernsee zum Beispiel hatten noch nie mit gesundheitlichen Folgen der Zeitumstellung zu kämpfen. „Ich habe deswegen allerdings schon einmal den Bus verpasst“, gesteht Stocker. Und ihre Kollegin räumt ein: „Genau, ich bin deshalb auch schon mal zu spät in die Arbeit gekommen.“ Ginge es nach den beiden, könnte man die Zeitumstellung auch getrost abschaffen.

Zeitumstellung – Fluch oder Segen?

Knapp drei Viertel der Bayern halten die Zeitumstellung für überflüssig und würden sie abschaffen. Dem Tegernseer Bäcker Hans Gschwendtner wäre es lieber, wenn die Zeit einfach immer gleich bliebe. „Bei mir dauert es immer zwei Wochen, bis ich meinen Rhythmus wiedergefunden habe“, verrät Gschwendtner. Menschen und Tiere brauchen zweimal im Jahr viel Zeit, um sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen.

Es sind also nicht alle begeistert von der Zeitumstellung. Auch die CSU-Politikerin Ilse Aigner fordert schon seit dem vergangenen Jahr öffentlich die Abschaffung der Zeitumstellung. „Ich bin dagegen, der Bevölkerung halbjährlich eine sinnlose Umstellerei zuzumuten und fordere von der EU-Kommission jetzt konstruktive Vorschläge zur Abschaffung der Zeitumstellung“, so Aigner gegenüber der Zeitung „Die Welt“. Bislang verliefen jedoch alle Initiativen zum Thema Zeitumstellung im Sand. Wie seht ihr das? Schreibt uns eure Kommentare zur Zeitumstellung.


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