Edeka zieht auf den Klosteranger nach Weyarn
“Weyarn liebt Lebensmittel”

von Laura Lorefice

Circa 190 Menschen werden am Klosteranger in Weyarn einmal wohnen. Lange diskutierte man darüber, welchen Supermarkt man in dem neuen Viertel etablieren möchte. Jetzt fiel eine Entscheidung.

Durch Glasfassaden soll das neue Edeka-Gebäude in Weyarn hell und offen wirken. / Bild: LBGO-Architekten

Das Klosteranger ist eines der wichtigsten Projekte der Gemeinde Weyarn in den kommenden Jahren. Mit sieben Mehrgenerationenhäusern, die insgesamt 70 Wohnungen beherbergen, soll in der Ortsmitte ein neues Viertel entstehen. Im Westen des Areals sind Reihen- und Doppelhäuser sowie 45 Wohneinheiten für Familien geplant. Bauherr Max von Bredow von der Quest AG schätzt, dass eines Tages circa 190 Menschen dort leben. Sie alle brauchen eine Einkaufsmöglichkeit vor Ort. Schon jetzt könne der Dorfladen den Bedarf nicht abdecken. Die nächsten Supermärkte sind in Miesbach, Holzkirchen und Feldkirchen-Westerham.

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Rewe ist aus dem Rennen

Deshalb errichtet die Quest AG, die den Klosteranger bebaut, einen Supermarkt auf Höhe des Kreisverkehrs. Lange war nicht klar, welcher Betreiber den Supermarkt führen soll. Im Gespräch war neben Edeka auch Rewe. Doch nun sind die Würfel gefallen. Wie Bredow jetzt mitteilt, wird man das Gebäude an Edeka verpachten. Rewe ist aus dem Rennen. Edeka wird den Markt an einen selbständigen Kaufmann untervermieten. Die richtige Person dafür wird derzeit noch gesucht.

Ausschlaggebend für die Entscheidung für Edeka war die Regionalität der Produkte. Überhaupt hat der Bezug zur Region oberste Priorität für die Quest AG, die überwiegend mit Handwerkern aus der Umgebung zusammenarbeitet. Beim Verkauf der Mehrgenerationenhäuser wurden Einheimische vorteilig behandelt.

Stefan Kellermann, verantwortlicher Expansionsmitarbeiter der Edeka Südbayern erklärt in einer Pressemitteilung:

Der Kaufmann bei Edeka kann sein Sortiment direkt von Landwirten aus der Region selbst beziehen. Neben saisonalem Obst und Gemüse lokaler Betriebe gehören Eier und Molkereiprodukte, Fleisch und Wurst sowie Brot und Backwaren zu den festen Größen heimischer Erzeugnisse in den Edeka-Regalen.

Wenn es nach Bredow geht, soll auch der Backshop – der zusätzlich im Gebäude geplant ist – von einem Bäcker aus der Region betrieben werden.

Eröffnung im nächsten Jahr

Das Supermarktgebäude hat eine Verkaufsfläche von 1.200 Quadratmetern. Insgesamt sollen 15.000 Artikel angeboten werden. Also ein “Vollsortimenter“, wie Bredow erklärt. Für Backshop samt Café stehen 198 Quadratmeter zur Verfügung. Sogar eine Süd-Terrasse ist geplant.

Sorgen, dass sich der Markt nicht in die ländliche Bebauung einfüge, habe man nicht, so Bredow. Das Dach werde begrünt, dadurch entstehe der Eindruck eines Hügels. Eine Glasfassade nach Norden und Osten lässt das Gebäude lichtdurchflutet und offen wirken. Laufe alles nach Plan, geht Bredow davon aus, dass Edeka schon im Frühjahr 2018 eröffnet werden kann.


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