Erneut TBC-Verdacht in Weyarn

von Laura Lorefice

Das Gesundheitsamt des Landkreises hat einen Asylbewerber in die Lungenfachklinik Gauting einweisen lassen. Der Mann war bereits vorher in der Klinik behandelt worden. Es handelt sich hierbei um den zweiten Fall in Weyarn innerhalb weniger Monate. 

Im Weyarner Gasthof Pritzl sind Asylbewerber untergebracht.
Im September 2015 wurde im Gasthof Pritzl in Weyarn ein TBC-Fall bekannt. Nun passierte das zum zweiten Mal.

Bei dem Mann handelt es sich um einen Asylbewerber, der in Weyarn untergebracht ist. Bei der vorigen Untersuchung in der Gautinger Fachklinik wurden nach Angaben des Gesundheitsamtes mikroskopisch kleine säurefeste TBC-Stäbchen im Sputum festgestellt.

Es wurde außerdem eine Zellkultur angelegt, mit der das “Sputum” des Mannes untersucht wurde. Eine solche Kultur erbringt aber immer erst nach vier bis acht Wochen Ergebnisse.

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Die Fachklinik Gauting übermittelt daher auch erst heute das Ergebnis an das Gesundheitsamt: Es handelt sich demnach um eine positive Kultur. Der Erkrankte wurde darum unverzüglich wieder in die Fachklinik gebracht. Eine Untersuchung seiner Umgebung wurde angeordnet; die Menschen, mit denen er nach Mitteilung der Behörde “haushalts-ähnlichen Kontakt hatte”, sollen beobachtet werden.

Ähnlichkeiten zum ersten Fall

Ähnlich verlief es bei dem ersten Tuberkulose-Fall ab. Schon damals versicherte Dr. Heike Hergenröder, medizinische Leiterin des Gesundheitsamtes in Miesbach „Wir werden auch das Umfeld des Erkrankten genau untersuchen“. Besonders wichtig sei es, so Hergenröder Ende September, die Kinder aus dem direkten Umfeld des TBC-Erkrankten genau zu untersuchen, weil hier das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet sei.

Laut Gesundheitsamt kann die Krankheit nur innerhalb eines geschlossenen Raumes und binnen acht Stunden übertragen werden – und das nur bei direktem Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt. Sollte sich also jemand angesteckt haben, ist dieser vorerst selbst nicht mehr ansteckend. Ansteckend sind TBC-Erkrankte erst wieder nach Monaten.

Das Landratsamt Miesbach informierte nach Bekanntwerden des Vorfalls unverzüglich den Bürgermeister der Gemeinde, die Hausärzte des Patienten, das Bayerische Rote Kreuz, die Fachärztin für Tuberkulose der Regierung von Oberbayern, den Integrationsbeauftragten, die ehrenamtlichen Helfer und alle internen Stellen.

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