Wie das Bräustüberl vom Internet profitiert #2 – Tischreservierung über Facebook möglich

Von Redaktion

Anmerkung vom 10. Oktober / 11:15 Uhr
Das Bräustüberl ist bekanntermaßen sehr innovativ, was den Einsatz der „neuen“ Medien betrifft. Ob gut-gestaltete Webseite, iphone-App oder die Kommunikation über Facebook. Alles sehr durchdacht und aktivierend.

Seit neuestem kann der Gast auch über Facebook einen Tisch reservieren. Das ist zwar die gleiche Flash-Applikation wie auf der Webseite. Aber die Verbindung von sozialem Netzwerk, der Menge an Fans (derzeit 4.839) und der Funktion „Tischreservierung“ ist genial.

Die Reservierungs-Funktion des Bräustüberl auf Facebook

Eine sehr interessante Ergänzung dessen wäre es wenn man jetzt noch seinen Freunden über die Bräustüberl-Seite auf Facebook einen Terminvorschlag mit angehängter Reservierung schicken könnte.
Sprich: Heute Abend um 20 Uhr einen Tisch im Bräustüberl. Wer hat Lust? Bitte bis 17 Uhr über den „Gefällt mir“ Button zusagen.

Das würde natürlich eine Erweiterung der Anwendung auf „Vorschlag zur Reservierung“ bedeuten. Was das ganze einerseits zwar etwas komplexer macht. Andererseits aber die viralen Effekte für das Bräustüberl vervielfacht.

Ursprünglicher Artikel vom 01. Mai:

Peter Hubert freut sich über die Aktion die dem Bräustüberl 555 neue Kunden gebracht hat.

In der aktuellen Bräustüberl-Zeitung beschreibt Peter Hubert wie er mit einer Aktion über das Internet an 555 neue Kunden gekommen ist. Kurz gesagt hat Hubert Verzehrgutscheine vom Bräustüberl auf der Webseite www.cooledeals.de verteilen lassen. Zugegebenermaßen sehr attraktive: Ein Verzehrgutschein im Wert von 20 Euro kostete 10 Euro. Wichtig zu erwähnen ist, dass es für jedes Angebot eine Mindestabnahmemenge gibt. In diesem konkreten Fall waren das mindestens 10 Kunden, die kaufen mussten bevor der „Deal“ aktiv wurde.

Und genau das ist auch das neue und innovative an dieser „Werbeform“. Der Kunde, der das Angebot sieht und bestellt, hat ein großes Interesse daran, dass es auch aktiv wird. Je nach Aktion bedeutet das, dass zwischen 10 und 1000 Kunden bestellen müssen. Somit wird der Werbedruck zum großen Teil auf den Kunden verlagert. Und dass der Kunde genügend „Werbung“ machen kann. liegt an den heutigen Möglichkeiten mithilfe facebook, twitter und emails das Angebot an viele Menschen zu streuen. Somit passiert das „Neukundensammeln“ – zumindest bei dieser Art von Aktionen – mehr oder weniger automatisch. Und mal ganz ehrlich: Wenn Ihnen ein Freund oder Bekannter eine Nachricht mit einem Link zu dieser Aktion schickt, sehen Sie das als Werbung? Eben!

Wie genau dieses Gruppenkauf-Prinzip funktioniert, erklärt Alexander Hüsing auf seinem Blog in einer sehr ansprechenden Analyse:

„Gruppenkauf-Portale wie dailydeal, citydeal oder cooledeals bieten regional begrenzte Rabattaktionen an. Bei jeder Aktion muss eine bestimmte Anzahl von Personen zuschlagen – nur dann kommt das Angebot zustande.

Das Gruppenkauf-Prinzip gibt mit seinem lokalen Bezug, also zeitlich begrenzten Angeboten in limitierter Stückzahl, den Abverkaufsaktionen früherer Tage neue Impulse. Regionale Rabatthefte für Restaurants und Freizeiteinrichtungen erlebten in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom in Deutschland. Nachteil: Meist müssen die Käufer Gutscheinbücher mit mehreren Rabattaktionen kaufen. Unzählige Gutscheine werden deswegen sicherlich nie eingelöst, denn nicht jeden reizen alle der gekauften Rabattaktionen. Bei Gruppenkauf-Portalen hingegen muss niemand die Katze im Sack kaufen.“

Das wirklich Attraktive an dieser Aktion ist allerdings nicht die Anzahl der Kunden an sich. Von denen hat das Bräustüberl ja bekanntlich genug. Wirklich spannend wird es erst bei der Zielgruppe. Denn hier werden auch jüngere Menschen auf lokale Händler, die lokale Gastronomie, Kinos – ganz allgemein Dienstleistungen – aufmerksam, die sie normalerweise nicht auf dem Schirm haben.

Und dass sich Gruppenkauf-Aktionen auch im wenig städtischen Bereich wie dem Tegernseer Tal auszahlen können, zeigt das Beispiel Bräustüberl ja am besten.

Was es dafür allerdings braucht sind einerseits innovative Händler und Gastronomen, die das Internet und seine Möglichkeiten nutzen. Und andererseits erfahrene Anbieter mit Zugang zu einer Vielzahl von potentiellen Kunden, die es verstehen beide Gruppen im Rahmen solcher Aktionen zusammenzubringen.


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