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Wie energieeffizient ist der durchschnittliche Haushalt?

Von Extern

Etwa 80% der Menschen auf der Welt haben Zugang zu Elektrizität. Diese Zahl ist im letzten Jahrzehnt gestiegen, vor allem aufgrund der zunehmenden Urbanisierung. Die Berechnung des durchschnittlichen Energieverbrauchs für deutsche Haushalte ist allerdings schwierig, weil es so viele Faktoren gibt, die sich auf die Höhe der Kosten auswirken können. Angefangen bei der Frage, wie gut das Haus isoliert ist, bis hin zu der Tageszeit, zu der der Haushalt am meisten Energie verbraucht, können die durchschnittlichen Energieverbrauchswerte leicht variieren.

Zunächst einmal: Was ist kWh? Ganz einfach, es ist nur die Art und Weise, wie Energie gemessen wird – auf die gleiche Weise, wie Kilogramm das Gewicht messen. Energieversorger verwenden kWh, um zu sehen, wie viel Energie man verbraucht hat, und die Rechnungen zu berechnen. Mit 1 kWh kann man zum Beispiel 10 Mal einen Wasserkocher aufkochen oder 7 Stunden lang fernsehen. Alle Geräte im Haushalt verbrauchen Energie, aber einige verbrauchen mehr als andere – wenn man also weiß, wie viele kWh jedes Gerät verbraucht, kann man den Verbrauch besser verfolgen, energieeffizienter sein und die Rechnungen senken.

Die Spitzenzeit für den Stromverbrauch ist, zwischen 18 und 20 Uhr, vorausgesetzt, dass man nicht von zuhause arbeitet. Zu dieser Zeit kochen die meisten Menschen das Abendessen, schalten das Licht ein, sehen fern und benutzen verschiedene Geräte im Haus. Zu verstehen, wann wir Strom verbrauchen und wofür wir ihn nutzen, kann sehr hilfreich sein, wenn man versucht, energieeffizienter zu sein. Was man oft gerne vergisst, ist, dass einige Geräte, wie z.B. ein Fernseher oder ein Laptop, immer noch Strom verbrauchen, selbst wenn sie im Standby-Modus sind.

Rund 62% der Deutschen achten heutzutage aber beim Kauf neuer Elektrogeräte wie z.B. Küchengeräten auf die Energieeffizienz und beeindruckende 92% der Deutschen würden mehr Geld für nachhaltige Küchengeräte ausgeben. Auf jedem Elektrogerät für den Hausgebrauch, das auf dem Gebiet der Europäischen Union verkauft wird, ist ein Energielabel angebracht. Dies wird durch eine spezielle EU-Richtlinie geregelt. Das Etikett informiert den Benutzer über die Qualität des Produkts, wobei vor allem die Energieeffizienz berücksichtigt wird. Dank des Labels kann jeder vor dem Kauf vergleichen, welches Gerät im Betrieb die geringsten Kosten verursachen wird. Die Bewertung der Energieeffizienz, auch als Energieklasse bezeichnet, wird mit Buchstaben angegeben. Im Fall von Klimaanlagen wird eine Skala von G (die niedrigste) bis A +++ (die höchste) verwendet.

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass die Haushalte in Deutschland weniger Strom verbrauchen als in den vergangenen Jahren. Der Studie zufolge verbrauchen die Haushalte in Westdeutschland über fünf Prozent mehr Strom als die im Osten des Landes. Wie viel Strom die Haushalte in den 16 Bundesländern pro Jahr verbrauchen, hat eine aktuelle Studie ergeben. Der Studie zufolge liegt der bundesweite Stromverbrauch im Jahr 2020 bei durchschnittlich 3,149 kWh. Dies zeigt einen deutlichen Rückgang des Energieverbrauchs in Deutschland. 2019 verbrauchten die Haushalte durchschnittlich 3,332 kWh, 2018 waren es 3,381 kWh.

Der Grund für den Rückgang des Energieverbrauchs liegt vor allem in effizienteren modernen Geräten und Rekord-Strompreisen. Modernere Geräte verbrauchen in der Regel weniger Strom und gleichzeitig ist die Anzahl der Personen pro Haushalt in den letzten Jahren gesunken. Aufgrund der aktuellen Rekordstrompreise rechnet sich ein geringerer Verbrauch allein jedoch nicht. Nur durch einen Anbieterwechsel können Stromkunden ihre Kosten effektiv senken. Die Studie ergab, dass die Verbraucher in Westdeutschland im Durchschnitt 3.169 kWh pro Jahr verbrauchen. Das sind 5,4 Prozent mehr als im Osten, wo der Durchschnittsverbrauch bei 3.007 kWh pro Jahr liegt.

Die Wichtigkeit energieeffizienter zu leben kann nicht genug betont werden. Eine höhere Effizienz kann die Treibhausgasemissionen und andere Schadstoffe senken und den Wasserverbrauch reduzieren. Außerdem kann eine Verbesserung der Energieeffizienz individuelle Stromrechnungen senken, Arbeitsplätze schaffen und zur Stabilisierung der Strompreise und der Volatilität beitragen.


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