Wieso Profifußballer nicht an Sportwetten teilnehmen dürfen

von Redaktion

Der Fußball ist einer der beliebtesten Sportarten überhaupt. Viele Fans sind sogar davon überzeugt, dass ein Leben ohne Fußball einfach keinen Sinn macht. Genauso denken die Profifußballer auch. Allein das Gemeinschaftsgefühl, was viele Fans im Stadion haben und zugleich die puren Emotionen, die bei einem Spiel aufkommen gehören einfach dazu. Um das Ganze noch spannender zu interessanter zu machen, platzieren viele Fans vor den Spielen ihre eigenen Wetten. Dadurch steigert sich der Spannungsbogen während des Spiel, da man bei einem richtigen Tipp bereits gewinnen kann. Leider kann genau dieser Spaß ausgenutzt werden, um unter anderem Spielmanipulationen durchzuführen. Das ist genau der Grund, weshalb Profifußballer nicht an Sportwetten teilnehmen dürfen.

Seit dem Jahr 2014 gibt es in Großbritannien eine feste Regelung zu genau dieser Thematik. Alle Personen, die eine Beziehung zu Mannschaften in der Premier-League haben, der Football League, der National League, der Women´s Super League und allen weiteren Ligen, dürfen nicht an Sportwetten teilnehmen. Das bedeutet, dass sie auf keines der Spiele Wetten abschließen dürfen. In dem Fall ist es völlig egal, wo das Spiel auf der Welt ausgetragen wird.

Dies gilt nicht nur für den Ausgang der Spiele, sondern zugleich auf den Zusammenhang der dort stehenden Wetten. Damit sind Wetten gemeint, die sich auf den Transfer von Spielern beziehen oder sogar auf die Mannschaftssaufstellung. Außerdem dürfen sie keine weiteren Insiderinformationen für eigene Wettzwecke weitergeben.

Grauzone weiterhin in Deutschland

In Deutschland handelt es sich bei dieser Thematik um eine Grauzone. Eine komplette Regelung beziehungsweise ein Gesetz, wie es in England der Fall ist, gibt es in Deutschland einfach nicht. Die Spieler können auf verschiedenen Webseiten staatlich anerkannte Anbieter finden, wo sie legal Sportwetten abschließen können. Einer dieser Webseiten ist unter anderem www.gamblingguy.com. Aufgrund der großen Grauzone in Deutschland ist es eben der Fall, dass Profifußballer trotz alledem Tipps abgeben können.

Trotz alledem muss man in dem Bereich differenzieren. Das bedeutet, dass Profifußballer in Deutschland nicht willkürlich auf jedes Spiel wetten dürfen. Der Sprung von einer harmlosen Wette zu einer eventuellen Straftat ist nicht gerade groß. Trotz alledem müssen sich die Profi Fußballer an die strikten Regeln der Bundesrepublik halten. Das bedeutet, dass zum Beispiel den DFB Spielern untersagt ist, auf Spiel des eigenen Vereins oder sogar in der gleichen Spielklasse zu wetten. Dadurch möchte die Regierung die Manipulation von Sportwetten verhindern.

Das es jedoch in und wieder zu Manipulationen in den Sportwetten kommt, ist nicht einmal unbekannt. Immer wieder hört man in den öffentlichen Nachrichten, dass es zu Manipulationen kam. Vor einiger Zeit konnte man Dean Brett nachweisen, dass es achtmal gegen sein eigenes Team gewettet haben soll. Er spielt beim schottischen Verein Cowdenbeath F.C. Er soll insgesamt weit über 2700 Sportwetten abgeschlossen und natürlich auch die ein oder andere gewonnen haben.

Weitere kuriose Fälle der Manipulation durch Sportwetten

Der oben genannte Fall war jedoch noch lange nicht alles auf dem Sportwetten-Markt. Wayne Shaw, ein britischer Fußballspieler, hat durch das Essen seiner Pastete, was Live im TV übertragen wurde, gegen die Wettregeln verstoßen. Nicht zu glauben? Doch es ist wirklich passiert. Shaw ist Torwart und war sich im Klaren darüber, dass es eine Wette gab, die mit einer Quote von 8:1 versehen war. Bis heute beteuert er jedoch, dass Kollegen Geld auf diese Wette platziert haben. Eine Manipulation konnte ihm nicht nachgewiesen weden.

Generell sollen die Gesetze bei den Sportwetten dafür sorgen, dass der Sport im Allgemeinen einfach sauber bleibt. Die Spieler, Schiedsrichter und anderen Beteiligten in den Fußballmannschaften sollen einfach einen klaren Gedanken haben und keine Hintergedanken haben. Außerdem soll vermieden werden, dass Insiderinformationen an Dritte weitergegeben werden. Hinzu kommt, dass keine Bereicherung dadurch erfolgen soll. England hat es mit dem Gesetz schon recht gut gelöst. Nur selten kommen dort Manipulationsversuche bei den Sportwetten ans Tageslicht.

Wie schützen sich die Buchmacher vor solchen Fällen?

Fraglich ist natürlich, ob sich Profifußballer nicht einfach bei einem Buchmacher nach Wahl anmelden können. Natürlich ist das möglich. Die Buchmacher selbst wissen schließlich nicht, ob es sich bei dem registrierten Spieler um einen Fußballprofi handelt oder nicht. Brenzlicher wird es jedoch bei den ersten Einzahlungen des Spielers. Zahlt er mit Kreditkarte ein, kann man die Wetten noch einige Zeit später nachweisen.

Ebenso versuchen die Buchmacher selbst, gegen die Manipulationsversuche vorzugehen. Die meisten Skandale in dem Bereich gehen nicht einmal mehr durch, sodass man die Manipulation frühzeitig erkennen kann und dagegen vorgeht. Vorteilhaft wäre es natürlich, wenn alle Länder die gleichen Gesetze festlegen würden. Es würde weder zu Problemen für die Profifußballer kommen, noch würde es Komplikationen bei der Manipulation von Sportwetten geben.

Grundsätzlich sollten Profi Sportler keine Wetten platzieren dürfen, da sie deutlich mehr Insiderwissen haben und auch das Fachwissen aufbringen, welches man für gewinnbringende Wetten braucht. Wahrscheinlich wird es schon bald gesetzliche Regelungen geben, sodass die Grauzone in Deutschland nicht mehr vorhanden ist. Wann und ob es passiert, ist jedoch unklar.


Diskutieren Sie mit uns
Melden Sie sich an und teilen Sie
Ihre Meinung.
Wählen Sie dazu unten den Button
„Kommentare anzeigen“ aus