“Wir brauchen den Tourismus im Landkreis”

Auf dem IHK-Regionalausschuss wurde zum Tourismus im Landkreis Miesbach diskutiert. Für den Ausschuss ist klar: Es braucht eine Weiterentwicklung im Hotelbereich.

Mitglieder des IHK-Regionalausschusses beim Rundgang durch die Rösterei gemeinsam mit Vorstand Thomas Steinke und Personalchefin Heike Richter (ganz rechts). / Foto: IHK

Rund 2,2 Millionen Übernachtungen in über 13.800 Betten, 8,3 Millionen Tagesgäste, davon an Spitzentagen bis zu 70.000 und ein Bruttoumsatz von 513 Millionen Euro. Das sind die aktuellen Zahlen zum Tourismus im Landkreis Miesbach. Insgesamt schafft der Fremdenverkehr hier rund 6.600 Vollzeitstellen. Zu 95 Prozent kommen die Gäste aus Deutschland; die Hälfte von ihnen ist über 50 Jahre alt. Für einige Mitglieder im IHK-Regionalausschuss ein Zeichen von Überalterung. Mit diesen Zahlen startete Harald Gmeiner, Vorstand für Tourismus bei der Regionalentwicklung Oberland, seinen Vortrag am 07. Februar in der DINZLER Kaffeerösterei. Im Jahresverlauf kommen die meisten Gäste im Sommer. Doch selbst 2023 hat die Anzahl an Übernachtungen noch nicht wieder das Niveau von 2019 erreicht. 38 Prozent der Übernachtungen entfallen auf Hotels. Alexander Schmid, Vorsitzender des Regionalausschusses, fasst zusammen:

Die Entwicklung im Tourismus kommt nicht recht vom Fleck. Die Wertschöpfung durch Tagesgäste fällt vergleichsweise gering aus.

Schmid erklärt weiter: “Insofern muss mehr im Übernachtungsbereich passieren. Doch gerade bei den Hotels stagniert die Anzahl der Gästebetten seit Jahren. Das könnte ein wichtiger Grund dafür sein, dass der Landkreis bei der Entwicklung der Gästeankünfte im oberbayerischen Landkreisvergleich an letzter Stelle steht.” Für die Mitglieder des IHK-Ausschusses ist klar: Für die künftige Entwicklung des Tourismus braucht es eine Weiterentwicklung im Hotelbereich. Gmeiner weiß: “Hotels sind statistisch betrachtet die beliebtesten Unterkünfte und müssen – wenn sie sich im Wettbewerb behaupten wollen – zum Teil des Urlaubserlebnisses werden.” Der Landkreis, so die Position der IHK, brauche mehr Hotels mit individuellen Konzepten.

In diesem Zusammenhang tauschte sich der Ausschuss auch zu den Umbauplänen des Schlierseer Hofs aus. “Fakt ist”, so Schmid, “wir brauchen den Tourismus im Landkreis. Für unsere Gemeinden ist er eine wichtige Einnahmequelle, tausende Menschen leben von ihm.”

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