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Holzkirchner Kunstrasen für Vereine freigegeben

Fußballer im Freilaufgehege

Von Lydia Dartsch

Aktualisierung vom 08. April 2015 / 11:06 Uhr
Seit gestern dürfen die Holzkirchner Fußballvereine auf dem Kustrasenplatz am Gymnasium trainieren. Mehr aber auch nicht: Punktspiele sind nicht erlaubt. Auch die Frage, ob im Winter, bei Schnee trainiert werden kann, ist noch offen.

Eigens für die Vereine ist der Sportplatz Kunstrasen. Aber nutzen dürfen sie ihn noch nicht.
Eigens für die Vereine ist der Sportplatz aus Kunstrasen. Jetzt darf er auch genutzt werden.

Der Vertrag zwischen dem Landratsamt Miesbach und der Marktgemeinde Holzkirchen über die Nutzung des Kunstrasenplatzes am Gymnasium ist zwar noch nicht unterzeichnet. Trotzdem dürfen die Vereine seit gestern auf dem Platz trainieren. Dafür hatte das Landratsamt am vergangenen Donnerstag grünes Licht gegeben, sagt Holzkirchens 2. Bürgermeisterin Elisabeth Dasch.

Und die Vereine sind glücklich. „Für uns ist das traumhaft. In den Abendstunden ist der Platz schon jetzt voll belegt“, sagt Andreas Schmidpeter vom TUS Holzkirchen. Der Verein kümmert sich darum, die Trainingszeiten für die Vereine der Marktgemeinde zu verteilen. In den kommenden Wochen soll auch noch ein Toilettenhäuschen aufgestellt werden, sagt Dasch.

Keine Punktspiele erlaubt

Auch, wenn die Vereine zufrieden sind: Das Ergebnis ist alles andere als zufriedenstellend. Gut eine viertel Million Euro hatte die Marktgemeinde zusätzlich in die Hand genommen, um eigens für die Vereine einen Kunstrasenplatz – statt einem Echtrasenplatz – zu bauen. Dieser sollte auch im Winter für die Vereine nutzbar sein.

Dennoch fehlt auf dem Platz wichtige Infrastruktur für die Vereine. Umkleiden für die Spieler sind auch in Zukunft nicht angedacht, sagt die 2. Bürgermeisterin. Die Sportler müssen sich also zuhause oder im Vereinsheim umziehen, bevor sie auf den Platz gehen. Auch Punktspiele sind dadurch nicht möglich: „Für uns ist das erstmal kein Problem“, sagt Schmidpeter.

Kostenfrage weiter offen

Grund sind die Erstattungen im Falle einer Sanierung, sagt Elisabeth Dasch: „Wir gehen davon aus, dass der Platz in 15 Jahren erneuert werden muss.“ Die Kosten teilen sich die Gemeinde und das Landratsamt je zur Hälfte. Würden Spiele erlaubt, steigt auch die Nutzung des Platzes und er müsste möglicherweise früher erneuert werden, so Dasch. Dann stiege auch der Kostenanteil, den die Gemeinde zu tragen hat.

Wie hoch die Nutzungsgebühr für die Vereine ist, ist ebenso noch offen. „Die Vereine wissen, dass sie etwas bezahlen müssen“, so Dasch. Die Vereine dürfen zwar im Winter trainieren, aber nur, wenn kein Schnee liegt. Um die Schneeräumung muss man sich noch Gedanken machen. „Das ist wohl sehr teuer“, so Schmidpeter, „aber um das zu klären, haben wir jetzt erstmal sechs Monate Zeit.“

Ursprünglicher Artikel vom 29. März 2015 mit der Überschrift: „Wir sind uns einig!“

Das lange Warten der Vereine auf den Kunstrasenplatz in Holzkirchen könnte nun bald ein Ende haben. Nach Angaben der Gemeinde haben sich der Landkreis Miesbach und die Betreiberfirma SKE über den Nutzungsvertrag geeinigt. „Wir erwarten in den nächsten Wochen einen Vertragsentwurf aus dem Landratsamt“, sagt Geschäftsleiter Robert Haunschild.

Seit Monaten warten die Fußballvereine aus Holzkirchen, Hartpenning und Föching darauf, auf dem neuen Kunstrasenplatz zu trainieren. Aber bislang dürfen sie das nicht, weil es noch keinen Nutzungsvertrag zwischen Landratsamt und Gemeinde gibt. Bedingung dafür ist ein entsprechender Vertrag zwischen der Betreiberfirma SKE und dem Landkreis Miesbach. Über diesen wurde in den vergangenen Wochen verhandelt.

Die Verhandlungen seien abgeschlossen, berichtet Holzkirchens Geschäftsleiter Robert Haunschild gegenüber der Holzkirchner Stimme. Auch das Landratsamt bestätigt: „Laut Auskunft unseres „SKE-Koordinators“ ist man sich mit SKE soweit einig“, schreibt Pressesprecher Gerhard Brandl auf Anfrage. Allerdings fehle noch die schriftliche Bestätigung des Unternehmens.

Termin für nächste Woche erwartet

Die Gemeindeverwaltung erwartet demnächst einen Vertragsentwurf aus dem Landratsamt. Dann könne man auch sagen, wann die Vereine endlich auf dem Platz trainieren dürfen, der eigens für sie mit Kunst- statt mit Echtrasen angelegt worden ist. Spätestens nach den Osterferien soll es soweit sein, hofft Haunschild.

Derweil stellt man sich die Frage, wieso die Nutzung des Platzes durch die Vereine erst jetzt – vier Jahre nach Beginn des Vorhabens und ein dreiviertel Jahr nach Fertigstellung des Platzes – vertraglich geregelt wird. Es geht sogar das Gerücht um, die Gemeinde oder das Landratsamt hätten es versäumt, in den Vertrag mit SKE zu schreiben, dass die Vereine den Platz nutzen sollen. Dabei war der Kunstrasen doch speziell für die Vereine gedacht.

Gerücht: Vereinsnutzung im Vertrag „vergessen“

Als der Platz und das neue Gymnasium in Holzkirchen vor vier Jahren geplant wurden, hatte man noch gar nicht an Kunstrasen und die Vereine gedacht, erklärt dagegen Robert Haunschild. Die Idee, dass die Vereine den Platz nutzen sollen, sei erst ab Mitte 2013 aufgekommen – da war das Holzkirchner Gymnasium bereits im Bau und der Vertrag mit der Betreiberfirma SKE längst geschlossen. Die Vereinsnutzung zu vergessen, sei demnach nicht möglich gewesen.

Erst dann habe man sich mit den Außenanlagen befasst, sagt Haunschild. Da kam die Idee auf, dass auch Vereine den Platz nutzen sollten und dass man deshalb statt echtem Rasen – wie ursprünglich geplant – einen Sportplatz aus Kunstrasen bauen wollte. Der endgültige Beschluss darüber sei erst im vergangenen Jahr gefasst worden – unter anderem im Haushalt, der im Februar 2014 beschlossen wurde, ist der Kunstrasenplatz eingeplant.

„Kostenvorstellungen für Landkreis nicht akzeptabel“

Dass die Verhandlungen zwischen SKE und dem Landratsamt so lange gedauert haben, liege an den Forderungen der Firma, teilt Pressesprecherin Gabriele Dorby mit:

Die Kostenvorstellungen seitens SKE waren für das Landratsamt nicht akzeptabel.

Außerdem erhält das Landratsamt nur dann eine Gewährleistung, wenn alle Vorgaben im Umgang mit dem Rasenplatz und den Außenanlagen insgesamt eingehalten werden. Diese Nutzung muss zunächst im Vetrag mit der SKE zugelassen sein. Zudem müsse geklärt werden, ob es Umkleiden und Toiletten gibt, sagte Hubert Betzinger Anfang des Jahres. Außerdem muss der Bayerische Fußballbund den Platz für Spiele freigeben.

Mittlerweile sieht es jedoch gut aus. Zwar ist der Winter vorbei, und damit auch der Hauptgrund für einen Kunstrasen, doch zumindest bald dürften die Vereine den Platz offiziell benutzen dürfen. Anfang nächster Woche, heißt es aus dem Landratsamt, könne man wohl den konkreten Termin nennen.

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