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Lokalband feiert Auftritt auf dem Chiemsee Reggae Festival

„Wir werden unsere Seele nicht verkaufen“

Von Nina Häußinger

Der Chiemsee Reggae Summer war sicher für viele wieder ein Highlight in diesem Partysommer. Und vielen hängt das letzte Wochenende bestimmt immer noch in den Knochen.

So auch dem Wiesseer Marlon Brugger, der als Schlagzeuger mit seiner Band „The Educated Bums“ seine Premiere auf dem Sommerfestival feiern durfte. Doch die sechs Jungs wollen sich trotz des wachsenden Erfolgs nicht verbiegen lassen.

Die Educated Bums haben schon den Wiesseer Dorffest Song geschrieben
Die Educated Bums haben schon den Wiesseer Dorffest Song geschrieben

Bereits am Dorffest machten die Jungs von sich reden. Denn die Band hatte damals den passenden Hit zum Event in Bad Wiessee komponiert. Und so durften sie dann auch in der Sendung zum Dorffest ihr Lied das erste Mal spielen und sich vor einem größeren Publikum bekannt machen.

Mit „Affe am Baum“, „Weil ich Mainstream heiß“ oder „Was`n Fusl“ und anderen ausgefallen Songnamen hat sich die mittlerweile sechsköpfige Band ein Markenzeichen erarbeitet. Die Liebe zu Jazz und Funk hat Michael Maier (Bassist), Berthold Huber (Trompete, Gesang), Martin Hering (Trompete, Gesang), Raphael Becker (Saxophon, Gesang), Berhard Hering (Gitarre) und Marlon Brugger (Schlagzeug) vor einigen Jahren zusammen gebracht.

Band der Woche in der Süddeutschen

In dieser Konstellation spielt die Band allerdings erst seit 2011. „Anfangs haben wir schon nach Auftritten gesucht“, so Marlon Brugger. Jetzt treten aber immer mehr Veranstalter an die Musiker heran und wollen Auftritte buchen. Sogar die Süddeutsche wurde auf die 22- bis 26-Jährigen aufmerksam und hat sie zur Band der Woche gekürt. Eine Auszeichnung, über die sie sich natürlich besonders gefreut haben.

Ob Trendguide, Abibälle, Flohmärkte, Studentenpartys oder jetzt das Chiemsee Reggae Festival, die Band ist in der Zwischenzeit schon viel herum gekommen. „Sogar in Wien hatten wir schon einen Gig“, so Brugger. Das Besondere an „The Educated Bums“ sei vor allem die Einzigartigkeit ihrer Auftritte, wie der Wiesseer weiter erklärt. „Wir sind auf der Bühne ganz spontan. Kein Auftritt ist wie der andere. Wir planen das nicht so strikt wie die meisten Bands.“

„Wir sind nicht Cro oder Culcha Cundela“

Angefangen haben „The Educated Bums“ mit Cover Songs, mittlerweile können sie aber ganze Abende mit ihren eigenen Liedern füllen. Einige Mitglieder der Band haben auch ernsthafte Ambitionen irgendwann von der Musik leben zu können, wie Brugger verrät: „Keiner von uns ist abgeneigt mal ein bisschen rum zu reisen und Geld mit der Musik zu machen.“

Trotzdem wollen sie ihrem Stil treu bleiben und sich nicht vermarkten lassen wie manch anderer. Und so will sich Brugger auch kein Beispiel an den großen der Szene nehmen:

Wir werden nie Pop Musik machen, nur um gut anzukommen. Wir sind nicht Cro oder Culcha Candela. Wir verkaufen unsere Seele nicht.

Beim Chiemsee Reggae Festival – wo dieses Jahr knapp 25.000 Besucher zu Gast waren – kamen sie den besagten Stars am Wochenende aber nun ganz nah. Zwar durften sie nicht auf der begehrten Hauptbühne ihr Konzert abhalten, sondern „nur“ auf einer kleineren Nebenbühne. Aber vielleicht ist das gar kein so schlechtes Zeichen, denn dort begann beispielsweise auch die berühmte bayerische Band LaBrassBanda rund um Frontsänger Stefan Dettl ihre Karriere.

"The Educated Bums" bei ihrem Auftritt auf dem Chiemsee Reggae Summer
„The Educated Bums“ bei ihrem Auftritt auf dem Chiemsee Reggae Summer

Aber ob der große Erfolg nun kommt oder nicht, der Auftritt war in jedem Fall eine riesen Erfahrung für die Jungs. „Es war super Stimmung und alle haben mit gemacht“, erinnert sich Brugger. Vor allem von den guten Sound-Einstellungen war Brugger begeistert: „Es ist selten, dass alles so super klingt.“

Ein Ziel für die Band, und vor allem für den Wiesseer Schlagzeuger, ist es, endlich auch mal mehr Auftritte im Tal zu bekommen. Denn dort wurden sie in der Vergangenheit nur selten gebucht. Man sei aber optimistisch, dass gerade der Auftritt am Chiemsee hier einen Anschub leisten könnte. „Das wäre natürlich toll“, so Brugger.

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