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„Wir müssen reden, du musst ins Fernsehen!“

Erste Tegernseer Kaffeerösterei: Die Rückkehr des Filterkaffee

Von Nina Häußinger

Aktualisierung vom 26. Februar / 7:01 Uhr
Zuerst die Expansion, dann das Fernsehen. Die letzten Wochen waren für Mario Liebold, Eigentümer der Tegernseer Kaffeerösterei mehr als stressig.

Der Umzug mit der Rösterei innerhalb von Kreuth ist gerade geschafft, das Geschäft im Weissacher Cafe Felix brummt. Da kommt es zu einer kurzen Begegnung mit einem Kunden, die die Rösterei und ihren Geschäftsführer am Ende ins Bayerische Fernsehen zum “Schmidt Max” führen wird.

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BR-Moderator Max Schmidt und Kameramann Thomas Katze vergangene Woche im Weissacher Cafe Felix

Begonnen habe alles an einem sehr stressigen Sonntag im Cafe Felix, wie Liebold erzählt:

Der Laden war zum Bersten voll und ich habe eine Familie mit Kindern bedient und bezüglich ihrer Kaffeeauswahl beraten. Das Thema Filterkaffee kam natürlich auch zur Sprache. Es trafen mich anfänglich erstaunte Blicke. „Filterkaffee? Im Ernst?“. Am Ende hat sich der Herr vorgestellt. Frank Meißner. Seit einer Ewigkeit beim Bayerischen Fernsehen und der Redaktuer der „Freizeit“.

Man müsse mal in Ruhe reden, so Meißner. Das Thema muss ins Fernsehen. Ein paar Tage sei er dann wiedergekommen und hat im Anschluss angefangen das Drehbuch zu schreiben.

Einige Nachbesprechungen später folgte dann am vergangen Montag, den 4. Februar der Start. Das Team der „Freizeit“ – einem Format das im BR immer Sonntags um 21:15 Uhr läuft – stand in Weissach vor Tür. Mit dabei Regisseur Andre Goerschel, Redakteur Frank Meißner, der „Schmidt Max“ samt Kameramann Thomas Katze, Kamera-Assistentin Janine Berger, Tontechniker Harti Küffner und einem Bühnen-Assistenten.

Zur Sendung auf das Bild klicken

Vier Tage lang zeichnete das 7-köpfige Team die Sendung an den verschiedensten Orten in Rottach und Weissach auf. Das Ziel, die „Rückkehr des Filterkaffees“ darzustellen und so charmant wie möglich zu verpacken.

Für Liebold “eine irre Erfahrung.” Das Team sei extrem nett und sehr professionell gewesen. Die Sendung nicht nur eine Werbung für den Kaffee im allgemeinen und die Rösterei im speziellen. Auch das gesamte Tegernseer Tal, so zeigt sich der Barista überzeugt, werde in einer sehr förderlichen Art und Weise dargestellt.

Wer sich das Ergebnis von vier Tagen Dreharbeiten anschauen möchte, kann das auch noch nachträglich in der Mediathek des Bayerischen Rundfunk tun. Hier klicken.

Ursprünglicher Artikel vom 22. Januar:
Das Cafe Felix an der Weissach hat eine Monopolstellung. Es besitzt die einzige Kaffeerösterei im ganzen Tegernseer Tal. Bis jetzt stand die Maschine, mit denen die teilweise ausgefallenen Spezialitätenkaffees geröstet wurden, direkt im Cafe. Seit letzter Woche hat sich das geändert.

Mario Liebold, Besitzer des Cafe Felix, ist mit der Rösterei umgezogen. In direkter Nähe, nur zweihundert Meter entfernt aber ebenfalls in Kreuth, wird nun geröstet. Wie der Umzug gelaufen ist und warum Liebold diesen Schritt gewagt hat, erzählt er uns in einem Kurzinterview.

Mario Liebold in seiner neuen Rösterei

Tegernseer Stimme: Herr Liebold, warum sind sie mit der Rösterei umgezogen?

Liebold: Hauptsächlich aus Platzgründen. Bis jetzt hatten wir die komplette Anlage und die ganze Ware im Cafe Felix untergebracht. Das hieß auch, dass der Rohkaffee immer in den Keller gebracht werden musste, um ihn da zu Lagern. Dieser körperliche und zeitaufwändige Faktor ist jetzt Geschichte.

Tegernseer Stimme: Was erhoffen sie sich durch den Umzug ansonsten für Vorteile?

Liebold: Unsere Produktion hat enorm zugenommen. Der Verkauf und Versand ist viel mehr geworden, sicherlich auch dadurch, dass wir im August 2012 zu Deutschlands Rösterei des Jahres gewählt wurden. Jetzt haben wir hier die Möglichkeit uns richtig auszubreiten und alles liegt auf einer Ebene.

So haben wir haben in eine neue Abfüllanlage und eine neue Schweißanlage investiert. Auch das erleichtert uns die Arbeit sehr und war nur durch den Platzgewinn möglich. Jetzt können wir professioneller produzieren und versenden. Auch die Lastwägen mit den Lieferungen können hier einwandfrei parken und ausladen.

Kein zweiter Dinzler

Tegernseer Stimme: Wie ist insgesamt das Interesse an der Rösterei?

Liebold: Das hat im letzten Jahr enorm zugenommen. Viele Menschen wollen guten Kaffee trinken und kommen mit ganz unterschiedlichen Wünschen zu. Und dann kommt noch das Medieninteresse: Ganz aktuell haben wir eine Anfrage des Bayerischen Fernsehens. So wie es aussieht, kommen die demnächst für drei Tage und Drehen sowohl im Cafe, als auch in der Rösterei. Das wird sicherlich auch spannend.

Tegernseer Stimme: Wird durch die neue Rösterei und mit dem medialen Interesse auch mehr produziert als zuvor?

Liebold: Natürlich spielt auch das eine Rolle. Wir bieten exklusiven Kaffee, der teilweise einmalig in Deutschland und sogar in ganz Europa ist. Dadurch versenden wir mittlerweile bis nach Malaysia und Neuseeland. Auch arbeiten wir eng mit der Rottacher Markthalle und mit dem Waakirchner Pralinenhersteller Eybel zusammen, die ebenfalls unseren Kaffee anbieten. Wir wollen aber – und das ist mir wichtig – kein zweiter Dinzler werden. Unsere Devise lautet immer noch: Qualität statt Quantität.

Tegernseer Stimme: Wie ist denn insgesamt der Umzug gelaufen? Das ist ja im laufenden Betrieb nicht so einfach zu stemmen.

Liebold: Alles ist nach Plan verlaufen. Wir haben am Sonntag angefangen und waren Dienstag Mittag schon wieder bei der Produktion. Am Montag waren einfach alle wichtigen Leute zur richtigen Zeit da und alles hat funktioniert. Insgesamt hat die Vorbereitung auf diesen Umzug aber viereinhalb Monate gedauert. Bis man die ganzen Genehmigungen vom Landratsamt hat, in unserem Fall speziell die für den Kamin den man zum Rösten braucht, das dauert schon seine Zeit.

Trotz allem muss man sagen, dass uns die Gemeinde Kreuth und Bürgermeister Josef Bierschneider, wie bereits vorher schon bei der Eröffnung des Cafes, wieder enorm unterstützt hat. Auch haben wir jetzt die Möglichkeit unsere Anlage mit Erdgas zu betreiben. Im Cafe hatten wir noch Gasflaschen, was natürlich Zusatzarbeit bedeutet hat, weil man die immer wieder wechseln muss.

Tegernseer Stimme: Wie geht es dann jetzt konkret weiter?

Liebold: Die Anlage ist wie bereits gesagt schon wieder in Betrieb. Es werden dann immer zwei Leute in der Rösterei arbeiten. Einer von den beiden werde meistens ich selbst sein. Wir müssen natürlich noch alles organisieren hier. Der Kaffee wird jetzt in beschriftete Boxen gefüllt und in Regale sortiert, so dass dann alles griffbereit ist. Aber die größte Arbeit ist erstmal erledigt. Und wir sind es auch.

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