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Klinik im Alpenpark darf erweitern

Wirtschaftsinteressen vs. Ortsgestaltung

Von Nicole Posztos

Die „Klinik im Alpenpark“ plant einen zweiten Trakt. Insgesamt 30 zusätzliche Betten sollen so entstehen und auch die Wirtschaftlichkeit weiter erhöhen.

Für das Vorhaben ist jedoch das Einverständnis der Kreuther Gemeinderäte nötig. Und diese mussten sich jüngst entscheiden: entweder für die Erweiterung der mit anderen Einrichtungen im Wettbewerb stehenden Klinik oder die eigene Ortsgestaltung.

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Bereits beim bestehenden Gebäude wurden Ausnahmen genehmigt
Bereits beim bestehenden Gebäude wurden Ausnahmen genehmigt

Schon beim ersten Blick auf das Gebäude der „Klinik im Alpenpark“ fällt auch dem ungeübten Auge auf, dass hier die Gemeinde in Bezug auf die Ortsgestaltung eher großzügig zu Werke gegangen ist. Denn an der Außenfassade der Klinik sind Kupferlamellen angebracht, wie sie sonst nirgendwo im Ort zu finden sind.

Streit über Dachüberstand

Die umstrittenen Lamellen sollen auch am geplanten zweistöckigen Erweiterungsbau angebracht werden. „Die Außenwandgestaltung mit Kupferlamellen würde auch hier in untergeordneten Bereichen erfolgen“, so der Kreuther Bürgermeister Josef Bierschneider auf der letzten Gemeinderatssitzung.

Größere Probleme machte jedoch der Dachüberstand. Dieser ist in den vorgelegten Planungen nur etwa halb so lang, wie in der Satzung eigentlich vorgeschrieben. Begründet wird das in erster Linie damit, dass ansonsten das obere Stockwerk die Dachrinne vor dem Fenster habe.

Besonders Florian Stadler positionierte sich klar gegen die Pläne und betonte: „Wenn das der Grund ist, warum wir eine Ausnahme machen, was sollen sich dann die ganzen Kleinen denken?“, so der CSU-Gemeinderat.

Wettbewerbsfähig bleiben

Bierschneider allerdings stellte bereits im Vorfeld klar, dass bei dem Vorhaben Ausnahmen eher möglich seien als bei einem normalen Wohngebäude. „Bedingt durch den Klinikbetrieb, ist dies ein Sonderbau und die Ausnahmen daher vertretbar“, so der Bürgermeister.

Außerdem klärte Bierschneider auch noch einmal aus seiner Sicht auf, welche Vorzüge sich durch das Projekt ergeben würden. Denn natürlich sei dies zwar ein größeres Bauvorhaben. „Aber insgesamt ist es eine gute Sache, wenn ein Gewerbetreibender investiert und dadurch auch den Fortbestand sichert“, so der Bürgermeister.

Ähnlich sah das auch der bei der Gemeinderatssitzung anwesende Alpenpark-Geschäftsführer Ludwig Klitzsch und verwies auf die anderen Kliniken im Tegernseer Tal, die zum Teil viel größere Erweiterungen verwirklichen durften. „Geben Sie uns faire Wettbewerbsbedingungen“, forderte Klitzsch.

alpenpark

Am Ende einigten sich die Gemeinderäte auf eine Zwischenlösung. Zwar muss der Dachüberstand angepasst werden, dafür dürfen aber auch die Wände insgesamt höher ausfallen, sodass die Patienten im zweiten Stock dennoch freien Blick haben.

„Ein gangbarer Kompromiss, mit dem man leben kann“, wie Bürgermeister Bierschneider in seinen abschließenden Worten salomonisch feststellte.

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