Zehn Fragen an … Dekan Walter Waldschütz

von Nina Häußinger

Dass wir hier am Tegernsee an einem besonderen Fleckchen Erde wohnen, darüber sind sich die meisten Einheimischen einig. Aber wie sieht eigentlich der Blick jedes Einzelnen aus? Wir wollen in unserer Reihe „Zehn Fragen an …“ Talbürger zu Wort kommen lassen.

Heute erzählt uns Dekan Walter Waldschütz, was das Tegernseer Tal für ihn so einzigartig macht.

Dekan Walter Waldschütz in seinem Büro im Pfarrhaus in Tegernsee
Dekan Walter Waldschütz in seinem Büro im Pfarrhaus in Tegernsee

Dekan Walter Waldschütz leitet seit drei Jahren den Pfarrverband Tegernsee-Egern-Kreuth und hat vieles bewirkt. Nicht nur mit seiner Pfarrer Walter Waldschütz-Stiftung ist er aktiv, auch die Initiative Kolpingfamilie, die er vor Kurzem ins Leben gerufen hat, soll das Tegernseer Tal bereichern. Vor allem die Unterstützung der jungen Generation ist dem Pfarrer wichtig.

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Was bedeutet das Tegernseer Tal für Sie?

Es ist mir zur Heimat geworden. Eine neue Herausforderung. Und Dankbarkeit, hier wohnen zu dürfen.

Was gefällt Ihnen am Tal besonders gut?

Natürlich die Landschaft. Der See, die Berge, man hat alles hier. Auch die Unterschiedlichkeit der Menschen – es gibt Einheimische, Erholungsuchende und Touristen. Besonders ist hier aber auch die Geschichte der Klostergründung und was durch das Kloster schon alles ermöglicht wurde.

Was würden Sie am liebsten sofort ändern?

Ich finde es schade, dass es sich so viele junge Leute nicht mehr leisten können, hier zu leben. Daran muss man weiter arbeiten.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz am See?

Am Abend gehe ich gerne zur Länd in Tegernsee. Dort ist eine schöne Stimmung, und man trifft Menschen – einsame, aber auch Liebespaare. Auch das Paraplü ist ein Lieblingsplatz. Dort hat man alle Gemeinden im Blick und auch ein Stück Geschichte.

Was ist Ihr persönlicher Freizeittipp am Tegernsee?

Den Wallberg zu erleben. Wenn unten noch der Nebel hängt und oben schon die Sonne scheint. Wenn ich Besuch habe, mache ich aber immer gerne die Siebenhüttentour in Kreuth.

Welchen Ort möchten Sie unbedingt einmal besuchen?

Ich möchte gerne auf den Riederstein. Dort war ich zuletzt vor 20 Jahren.

Bei welchem Event im Tegernseer Tal wird man Sie demnächst treffen?

Bei der Stegsegnung in Tegernsee am kommenden Samstag.

Was macht die Arbeit als Dekan hier im Tal besonders?

Die Vielschichtigkeit. Wir haben im Jahr 100 Trauungen, und nur die wenigsten sind einheimisch. Man könnte fast sagen, hier trifft sich ein Stück die Weltkirche. Auch die Begegnungen mit Prominenten, die ich zuvor noch nicht so kannte, sind interessant. Viel Freude bereiten mir aber die Bodenständigkeit der Einheimischen und die Aufgeschlossenheit und Sehnsucht nach dem Glauben. Vergessen sollte man aber auch nicht die verborgene Not, die hier nur sehr selten zum Ausdruck kommt. Auch hier haben wir einsame Menschen mit finanziellen Nöten.

Was würden Sie sich in kirchlicher Hinsicht für die Zukunft im Tal wünschen?
Dass es uns gelingt, auch jungen Christen eine Heimat zu geben. Und auch die Kinder- und Jugendseelsorge ist wichtig. Vor allem wünsche ich mir, dass die Kolpingfamilie so gut weiterarbeitet wie bisher.

Wem sollten wir diese Fragen auch stellen?

Dem Bürgermeisterkandidaten von Tegernsee. Das würde mich interessieren.

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