Zu den Urwäldern der Erde

von Lydia Dartsch

Unberührte Natur findet man auf der Erde kaum noch. Der Fotograf Markus Mauthe ist um den Planeten gereist, um die letzten Urwälder zu besuchen und im Film festzuhalten. Er hat Menschen getroffen, die von ihnen abhängig sind Tiere gefunden, von denen es nur noch wenige Exemplare gibt.

Die Bilder und Geschichten, die Mauthe dabei gesammelt hat, zeigt er heute Abend im großen Lesesaal in Bad Wiessee.

Ein junger Gorilla in Gabun. Foto: Markus Mauthe/Greenpeace
Ein junger Gorilla in Gabun. Foto: Markus Mauthe/Greenpeace

Markus Mauthe kennt die letzten unberührten Waldgebiete weltweit. Im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace streift er seit über zehn Jahren durch die Wälder, um die Artenvielfalt und Schönheit dieser Lebensräume mit der Kamera einzufangen und unterstützt damit deren Waldkampagne. Das Ziel: Diese einzigartigen Landschaften für kommende Generationen zu bewahren.

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In Multimediaschau, die Mauthe heute abend präsentiert, erlebt der Zuschauer seltene Tiere und Pflanzenarten. Dabei erzählt der Fotograf von Begegnungen mit den Menschen, die in den Urwäldern leben und zeigt beeindruckende Landschaftsaufnahmen.

Zu Gast bei den Ureinwohnern Amazoniens

Mit „Planet der Wälder“ versucht er zu zeigen, dass Wälder Orte bezaubernder Schönheit sind, und gleichzeitig Lebensräume unzähliger Tier- und Pflanzenarten. So war Mauthe in Amazonien zu Gast bei den Enawené Nawé-Indianern, und dokumentierte deren Rituale und alltägliches Leben im Wald.

In Lappland beobachtete Mauthe die Sami, ein Volk von Rentierzüchtern, die den Urwald als Lebensgrundlage benötigen. In den borealen Wäldern Sibiriens suchte er nach der größesten Raubkatze, dem Amur Tiger.

Aus Kanada erzählt Markus Mauthe von seinen Streifzügen durch den „Great Bear Rainforest“, der Heimat des weißen Spirit-Bären, einer seltenen Unterart des Schwarzbären. Seine Reisen führten Mauthe ins Kongo-Becken Afrikas und in die “Paradieswälder” Papua-Neuguineas. Auf Borneo war er zu Gast bei den Baummenschen, den „Orang- Utans“.

Der Vortrag zeigt auch die Vielfalt in den heimischen Wäldern. Nur wenigen Menschen ist bewusst, dass Europa von Natur aus Waldland ist und ohne menschlichen Einfluss mit dichten Urwäldern überzogen wäre.

Die meisten Wälder schon abgeholzt

Als engagierter Naturschützer ist es Markus Mauthe ein Anliegen, die noch auf der Erde verbliebenen grünen Paradiese zu schützen. Deshalb unterstützt er das Ziel der Waldkampagne von Greenpeace, die noch vorhandenen Urwälder für kommende Generationen zu bewahren. Denn 80 Prozent aller natürlichen Wälder sind bereits abgeholzt.

Mit seinem Vortrag heute abend um 20:00 Uhr im großen Lesesaal in Bad Wiessee will Mauthe Menschen für die Natur begeistern und zeigen, wie sich jeder Einzelne in seinem Alltag mit einfachen Mitteln für den Urwald einsetzen und dabei aktiv zum Klimaschutz beitragen kann. Einlass ist um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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