Caritas stellt Dienst im Tegernseer Tal ein
Zu viel Stau – keine Pflege

von Laetitia Schwende

Als wäre die anhaltende Verkehrssituation im Tal besonders für Einheimische oftmals nicht nervenaufreibend genug, entstehen nun schon ernsthafte Nachteile für Tal-Bewohner. Die Caritas stellt ihren Pflegedienst im Tegernseer Tal ein.

Verantwortlich für die neue „Route Süd“ der Caritas Sozialstation Miesbach ist Gabriela Atzl. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Yvonne Schmid und Stephanie Braungart freut sie sich auf die neuen Aufgaben im kommenden Jahr (von links).

Die Caritas plant neue Versorgungsrouten. Die Caritas Sozialstation Miesbach erweitert ab dem kommenden Jahr mit einer neuen „Route Süd“ ihre Angebote bei der häuslichen Pflege. Mit dieser können viele neue Anfragen aus Hausham, Schliersee, Neuhaus, Aurach und Bayrischzell berücksichtigt werden und die Fachkräfte können wohnortnah tätig sein.

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Kein Pflegedienst mehr am Tegernsee

Für diese Erweiterung stellt die Caritas jedoch dann zum Jahresende die ambulanten Pflegedienste am Tegernsee ein. Diese Entscheidung sei schwer gefallen, so Susanne Nortmeier. Gründe dafür seien die anhaltende Stausituation durch den zunehmenden Individualverkehr sowie die Tatsache, dass die Pflegefachkräfte nicht mehr im Tal wohnen und deshalb weite Anfahrtswege hätten. Dadurch sei ein ressourcensparendes Arbeiten nicht mehr möglich. Nortmeier betont aber:

Glücklicherweise konnten wir alle unsere Klientinnen und Klienten in die Hände der anderen Pflegedienste vor Ort geben.

Unabhängig von dieser Entscheidung wird das Caritas Zentrum Miesbach weiterhin mit anderen Angeboten im Tegernseer Tal präsent sein. Dazu gehören die Fachambulanz für Suchterkrankungen mit ortsnahen Beratungsangeboten sowie das Mehrgenerationenhaus in Rottach-Egern.

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