BOB kündigt Fahrplanänderungen an
Zum Jahresende: Ticketpreise steigen

von Marius Mestermann

Neuer Fahrplan, neue Preise: Ab Mitte Dezember sollen zusätzliche Züge der BOB Richtung München fahren und der Reisekomfort erhöht werden. Dafür werden Spätzüge aus dem Tal nach Holzkirchen gestrichen, zudem ist bei zahlreichen Fahrkarten eine Preiserhöhung vorgesehen. Das Unternehmen spricht dennoch von einer “guten Nachricht”.

Viel Bewegung im Fahrplan der BOB: Fahrgäste müssen sich ab Dezember auf neue Züge, Streichungen und Preiserhöhungen einstellen.
Viel Bewegung im Fahrplan der BOB: Fahrgäste müssen sich ab Dezember auf neue Züge, Streichungen und Preiserhöhungen einstellen.

Der alljährliche Fahrplanwechsel der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) bringt wieder einmal einige Veränderungen für Fahrgäste mit sich. In Abstimmung mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) soll es nicht nur neue Zugverbindungen, sondern auch Preisanpassungen bei einigen Fahrkarten geben.

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Ab dem 13. Dezember soll von Montag bis Donnerstag jeweils ein neuer Zug ab Lenggries um 16:17 Uhr sowie ab Tegernsee um 16:22 Uhr in Richtung München fahren. Zudem wird die Verbindung vom Münchner Hauptbahnhof aus um eine Fahrt um 18:25 Uhr nach Schliersee und Lenggries erweitert. Laut BOB entfällt so „der bisher notwendige Umstieg in Holzkirchen vom Meridian in die BOB“.

Spätzüge gestrichen

In Sachen Reisekomfort will das Unternehmen den Pendlern einen Gefallen tun und setzt künftig von Montag bis Freitag um 7:32 Uhr von Holzkirchen nach München Hbf Integralzüge anstelle von Talenten ein. So soll die Kapazität um rund 100 Sitzplätz erweitert werden.

Gestrichen wird hingegen der Spätzug ab Tegernsee nach Holzkirchen, der bislang freitags und samstags um 23:22 Uhr abfuhr. Die letzte Verbindung ist damit der Zug um 22:52 Uhr. Eine ähnliche Anpassung soll es auch für Lenggries geben. Als Begründung nennt die BOB eine zu geringe Nachfrage. Bei einigen Zügen ändern sich die Abfahrtszeiten darüber hinaus im Minutenbereich.

Pendler im Glück: Preiserhöhung nur bei Einzelfahrkarten

Künftig müssen vor allem Einzelfahrer tiefer in die Tasche greifen: Weil die Tarife der BOB „dem Niveau der DB AG entsprechen müssen“, werden einige Tarife zeitgleich mit der DB AG und dem MVV erhöht. Betroffen sind Einzelfahrscheine sowie Spezialangebote wie das BOB-MVV-Ticket oder das Oberland-Ticket, die künftig 31 statt 29 Euro bzw. 17 statt 16 Euro kosten sollen. Die durchschnittliche Verteuerungsrate für BOB- und Meridian-Tickets liegt bei zwei Prozent.

Als „gute Nachricht“ für „Pendler, Vielfahrer und Ausflügler“ teilt das Unternehmen mit, dass die Preise für Zeitkarten und Abos konstant bleiben sollen. Bei Fragen zu den Details zu den Anpassungen können sich Interessierte an den Kundendienst der BOB wenden. Die neuen Fahrpläne und der sogenannte „Tariffolder“ sollen ab Anfang Dezember in allen Kundencentern sowie in den Zügen erhältlich sein.

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