Gmunder Volksfest startet morgen mit neuem Wirt

Tradition soll Chaos vergessen machen

Von Nina Häußinger

Ein paar Wochen zu früh, aber mit neuem Schwung startet am Mittwoch das Gmunder Volksfest. Nach der Enttäuschung 2013 soll mit dem neuen Festwirt Christian Fahrenschon wieder die Tradition nach Gmund zurückkehren.

50 Vereine werden zum Volksfestauftakt erstmalig dabei sein und die nur fünf Volksfesttage einläuten. Die Gründe für die Verkürzung sind dabei dem Chaos des letzten Jahres geschuldet.

Im Moment sind am Volksfestplatz in Gmund noch alle fleißig am aufbauen, bevor es am Mittwoch losgeht.
Im Moment sind am Volksfestplatz in Gmund noch alle fleißig am Aufbauen, bevor es am Mittwoch losgeht.

Viel Kritik gab es im letzten Jahr um den neuen Wirt Bastian Schuhmann, der mit neuem Konzept wieder mehr Leben auf das Gmunder Volksfest bringen wollte. Lange Wartezeiten im Zelt, schlechter Service, trockene Hendl und eine mit fränkischen Speisen versetzte Karte sorgten für schlechte Stimmung. Die Folge: Die Gemeinde kündigte Schuhmann schon nach dem ersten Jahr die Zusammenarbeit.

Fahrenschon ermöglicht Volksfest 2014

Lange war nicht klar, ob das Volksfest in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann. Im Januar fand sich dann eine Lösung. Die Gemeinde engagierte die erfahrene Festwirtfamilie Fahrenschon. Da die Verhandlungen aber erst so kurzfristig zustande kamen, musste das Volksfest nach vorne verlegt und auf fünf Tage verkürzt werden. Zum normalen Termin im Juni ist die Familie schon anderweitig gebucht. Trotzdem betonte Fahrenschon damals:

Die Gemeinde wollte das Fest schon ausfallen lassen und hat mit mir nur über 2015 und 2016 verhandelt. Ich habe aber vorgeschlagen, es trotzdem in einem kleinen Rahmen stattfinden zu lassen, damit man sich kennenlernen kann.

40 Jahre gibt es das Familienunternehmen Fahrenschon bereits. Die Familie ist das ganze Jahr über als Betreiber vieler Volksfeste unterwegs. Darunter in Bad Aibling, Rosenheim, Penzberg, Murnau und sogar auf dem Oktoberfest mit dem Weißbierkarussell. Eine grundlegende Konzeptänderung zu ihren anderen Veranstaltungen strebe die Familie in Gmund nicht an, wie Christian Fahrenschon erklärt: „Die urbayrische Wirtshauskultur ist toll und braucht keine Verbessung.“

Seit 40 Jahren betreibt Familie Fahrenschon Volksfeste in Oberbayern
Seit 40 Jahren betreibt Familie Fahrenschon Volksfeste in Oberbayern.

Der Zelteingang ist wieder auf die Rückseite des Festplatzes zurückgekehrt. Fahrgeschäfte wie ein Wellenflug-Kettenkarusell, Autoscooter und das Looping-Karussell „Mondlift“ sind heuer die Highlights. Schokofrüchte, Mandeln sowie Schieß- und Spielbuden sind wie in jedem Jahr dabei. Auch die Anwohner haben schon ihre Freibiermarken bekommen. Trotzdem heißt Tradition für Christian Fahrenschon nicht Langeweile, oder dass man alles nach dem gleichen Muster machen muss.

Wichtig ist dem 50-jährigen Festwirt die Einbeziehung der Ortsansässigen Vereine, die für das Zusammenleben in der Gemeinde immense Bedeutung haben. Deshalb sind zum Anstich am Mittwoch Abend um 18 Uhr rund 50 Vereine eingeladen, um gemeinsam durch den Ort zum Festplatz zu marschieren. Tochter Anna-Maria Fahrenschon ist sich jedenfalls sicher: „Es kommt viel auf die Gäste an. Viele haben noch Vorurteile, aber das ist ja ihr Volksfest.“


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