Bauprojekt am Bauhof wird vom Freistaat gefördert
Zuschuss für Gmunder Sozialwohnungen

von Nina Häußinger

Das Projekt für Sozialwohnungen hinter dem Gmunder Bauhof bekam nicht die Zustimmung aller Bürger. Vor allem die Anwohner machten ihren Unmut deutlich und kündigte Maßnahmen an. Jetzt kommt eine weitere schlechte Nachricht für die Gegner.

Hier sollen die beiden Mehrfamilienhäuser entstehen - die Anwohner wehren sich - der Freistaat fördert
Hier sollen die beiden Mehrfamilienhäuser entstehen – die Anwohner wehren sich – der Freistaat fördert

14 Wohnungen in zwei Häuserblocks mit Tiefgarage für sozial schwache Mitbürger und anerkannte Asylbewerber sollen hinter dem Gmunder Bauhof entstehen. Die Kosten für das Projekt sind mit 3,4 Millionen Euro kalkuliert. 600.000 Euro hat die Gemeinde dafür bereits im Haushalt 2016 eingeplant.

Die Formalitäten sind bereits geklärt. Bauausschuss und Gemeinderat haben grünes Licht für das Projekt gegeben. Besonders attraktiv sind die Neubauten gerade deshalb, weil der Freistaat aktuell eine sogenannte Wohnraumförderung gibt. Bürgermeister Georg von Preysing erklärte schon im Mai:

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Wir bekommen jetzt günstiges Geld zur Finanzierung, darum der Druck.

Für die Nachbarn, die ihren Unmut über die Pläne der Gemeinde deutlich gemacht hatten, kommt jetzt eine schlechte Nachricht. In der Sitzung des Ortsplanungsausschusses am vergangenen Dienstag erklärte Preysing, dass die Regierung dem Bauvorhaben die Unterstützung zugesichert hat. Auch die Zustimmung für den vorzeitigen Beginn des Vorhabens sei gegeben.

Eine Zeitlang war nicht sicher, ob der Freistaat noch Kosten trägt, da der Flüchtlingsstrom nachlässt und weniger Unterkünfte benötigt werden. Doch für die Gemeinde stand fest, das Projekt auch ohne finanzielle Unterstützung zu realisieren.

Jetzt übernimmt der Freistaat jedoch erfreulicherweise 30 Prozent der Kosten. Für 60 weitere Prozent bekommt die Gemeinde ein günstiges Darlehen. Die Anwohner hatten noch im Mai angekündigt, die Entscheidung des Ausschusses prüfen zu lassen. Dabei geht es den mittlerweile zehn Familien vor allem um die Größe der Häuser. Auch soll aber herausgefunden werden, ob nicht doch ein anderes Grundstück für das Vorhaben in Frage kommt.

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