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Zweitwohnungsverbot in Oberbayern betrifft auch Orte am Tegernsee

Von Redaktion

Bezahlbarer Wohnraum ist in vielen Gemeinden und Städten Deutschlands rar. Besonders betroffen sind derweil Gemeinden, die auf einen ausgeprägten Tourismus verweisen können. Um gegenzusteuern, haben sich erste Gemeinden in Oberbayern nun für ein Zweitwohnungsstopp für Besucher entschieden. 

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Immer wieder geraten Zweitwohnungsbesitzer in die Kritik. Grund ist der auch in Bayern weiter vorhandene Wohnungsmangel, der in vielen Gemeinden und Städten für eine kritische Situation sorgt. Vielerorts gilt Wohnraum, der bezahlbar ist, als knapp. Dabei scheinen in vielen Orten Wohnungen die meiste Zeit des Jahres leer zu stehen. Gerade in Urlaubsregionen wie den Gemeinden am Tegernsee sind Zweitwohnungen beliebt. Sie werden nur wenige Wochen im Jahr genutzt, sind für die Besitzer aber weiterhin deutlich günstiger als die Anmietung von Ferienimmobilien. 

Oberbayerische Gemeinden wählen Zweitwohnungsstopp

Die große Zahl an Zweitwohnungen führt dazu, dass in vielen Gemeinden bezahlbarer Wohnraum für die Einheimischen fehlt. Zwar haben sich die Kommunen größtenteils schon vor einiger Zeit dazu entschieden, die Zweitwohnung mit einer hohen Steuer von teilweise bis zu 20 Prozent zu versehen. Eine Entschärfung der Situation zog das aber nicht nach sich. In Oberbayern haben sich die Kommunen nun für einen noch drastischeren Schritt entschieden. Erste Gemeinden haben ein klares Zweitwohnungsverbot ausgesprochen

Was zunächst auf kritische Blicke stoßen wird, könnte mittelfristig zur vielseitig einsetzbaren Lösung in zahlreichen deutschen Orten werden. Immerhin sind Wohnungen, ganz gleich welcher Größe und Ausstattung heute nicht mehr nur Wohnraum. Neben Oberbayern sind davon beispielsweise auch die deutsche Ost- und Nordsee betroffen. Immobilien sind auch in den letzten Jahren eine ausgesprochen wichtige Geldanlage geworden. Das liegt nicht nur an den niedrigen Anlagezinsen, sondern auch an den schnellen Kreditbearbeitungen. Dabei ist zu beachten, dass es bei Filialbanken mit der Kreditentscheidung länger als bei Online-Banken dauern kann. Wer es besonders eilig hat, sollte eine hohe Kreditwürdigkeit sowie eine gute Bonität mitbringen.

Auch Tegernseer Tal hat Entwurf vorbereitet

Die Bürgermeister der betroffenen Kommunen wollen mit dem Zweitwohnungsverbot vor allem ein Zeichen setzen. So betonten die Vorsitzenden der Gemeinden, dass es nicht möglich sei, dauerhaft lediglich die Wohlstandswelle zu fördern. Neben Berchtesgaden und Ruhpolding in den Chiemgauer Alpen hat auch das Tegernseer Tal längst einen entsprechenden Entwurf vorbereitet. Dieser befindet sich mittlerweile in einer rechtlichen Prüfung. Der Gemeindetag soll abschließend über das vorgesehene Verbot abstimmen. 

Die ersten Gemeinden in Oberbayern greifen klar durch. Möglichst wird schon vor dem Kauf umfassend geprüft, ob auf Seiten des Interessenten die Absicht vorliegt, die Immobilie als Zweitwohnung zu nutzen. In diesem Fall soll es vor dem Kauf zu einer konsequenten Ablehnung kommen. Wie die Gemeinden mit Blick auf das aktuelle Verbot betonen, sind davon ausschließlich neue Zweitwohnungen betroffen. Die bereits vorhandenen Zweitwohnungen genießen in den Kommunen weiterhin Bestandsschutz. 

In Schönau hat sich die Gemeinde für eine besonders strikte Vorgehensweise entschlossen. Hier ist ein Verkauf einer Immobilie gänzlich ausgeschlossen, wenn diese als Zweitwohnung dienen soll. Die Verbote waren auf dem Immobilienmarkt sofort wahrnehmbar. So haben sich viele Wohnungseigentümer dazu entschlossen, das jeweilige Objekt doch nicht zu verkaufen. Vielmehr stehen die Wohnungen jetzt auch weiterhin als Mietobjekte für die Einheimischen zur Verfügung. Ganz neu sind entsprechende Regelungen nicht. Ähnliche Vorläuferregelungen gab es in den Gemeinden schon früher. Allerdings nahm die Nachfrage nach Zweitwohnungen im Laufe der Zeit deutlich ab. 


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