Haushamer Impfzentrum öffnet die Türen

Zwischenfall am ersten Impftag

Von Nina Häußinger

Heute wurden 107 Personen erstmals im Impfzentrum in Hausham geimpft. Alles lief soweit glatt – bis auf einen Zwischenfall.

Der erste Tag im Impfzentrum in Hausham / Quelle: Landratsamt Miesbach

Heute Früh um 9:30 Uhr war es endlich soweit: Das Impfzentrum in Hausham öffnete für die ersten Impfwilligen, die sich über das bayerische Portal „BayIMCO“ (www.impfzentren.bayern) registriert haben, die Pforten. Insgesamt 107 Personen der höchsten Priorisierungsgruppe erhielten heute in zwei Schichten ihre erste Dosis.

Die Auswahl der Impfwilligen erfolgt durch einen automatisierten Algorithmus innerhalb der höchst priorisierten Gruppe, der von der Regierung vorgegeben ist. Berücksichtigt werden Menschen über 80 Jahren, aber auch einige Mitarbeiter von medizinischen Einrichtungen, die regelmäßig Kontakt zu Personen mit sehr hohem Risiko schwerer Corona-Verläufe haben.

So läuft es ab …

So läuft der Termin im Zentrum ab: Bürger, die einen Impftermin erhalten haben, weisen sich zum vereinbarten Termin am Empfang des Zentrums aus. Dort wird der Grund für die Priorisierung überprüft, also beispielsweise das Alter auf dem Personalausweis nachgesehen. Dann erhält man Unterlagen zur Aufklärung. Diese kann man sich erst selbst kurz ansehen, bevor man von einem von drei Ärzteteams abgeholt wird. Der Arzt klärt offene Fragen. Danach geht es eine Station weiter, zur eigentlichen Impfung. Diese wird in einem Patientenzimmer direkt in den Muskel des Oberarmes verabreicht.

Anschließend steht ein Ruheraum zur Verfügung, in dem man ca. 30 Minuten verweilt, bis das Impfzentrum verlassen werden kann. Den Termin für die Zweitimpfung erhält man bereits bei der Terminbuchung. Die Mitarbeiter des Impfzentrums sind zufrieden mit dem ersten Tag im „Realbetrieb“. Impfzentrumsleiterin Beate Faus sagt:

Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Die Atmosphäre war ruhig und entspannt. Ich hoffe, wir konnten das auch an die Senioren weitergeben, die teilweise recht nervös waren. Alle zusammen waren aber sehr dankbar, einen Termin bekommen zu haben.

Leider gab es auch zwei unschöne Vorfälle vor dem Impfzentrum: Eine Person konnte am Empfang nicht ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort im Landkreis nachweisen. Sie muss an ihrem Heimatort – in diesem Fall München – geimpft werden. Eine zweite Person hat ohne Termin versucht, sich gewaltsam Zutritt zum Impfzentrum zu verschaffen. Der Sicherheitsdienst musste einschreiten. Leider musste zusätzlich die Polizei gerufen werden, da der Mann auch weiterhin nicht von seinem Vorhaben abzubringen war. Die beiden Impfdosen wurden kurzfristig an andere hochpriorisierte Personen vergeben.

„In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal ganz ausdrücklich darum bitten, wahrheitsgemäße Angaben bei der Registrierung zu machen und auch nicht ohne Termin zum Zentrum zu kommen“, sagt Faus. „Ich weiß, dass viele Menschen verzweifelt auf einen Termin warten, aber auf diese Weise kann man die Terminvergabe keinesfalls beschleunigen.“

Geduld …

Für die Terminvergabe ist weiterhin Geduld gefordert. In den kommenden Tagen finden im Zentrum einige Zweitimpfungen statt. Wann es mit den Erstimpfungen weitergehen kann, bleibt weiterhin unklar. Sobald Impfstoff geliefert wird, werden wieder Termine an Personen, die sich über www.impfzentren.bayern registriert haben, vergeben. Senioren, die mit der Online-Registrierung Probleme haben, mögen bitte Verwandte oder Freunde um Hilfe fragen.

Der Landkreis plant zudem eine Telefon-Hotline, die bei der Terminvereinbarung unterstützen kann. Das Impfzentrum – Team wartet noch auf ein Update in der Software des Freistaates, die die Einbuchung per Telefon überhaupt erst ermöglicht. Zudem fehlt bekanntermaßen weiterhin der Impfstoff, um überhaupt Termine vergeben zu können.

„Es bleibt uns nichts Anderes übrig, als weiterhin um Geduld zu bitten. Wir sitzen auf heißen Kohlen und sind bereit, durchzustarten, sobald Impfstoff geliefert wird. Jeder Impfwillige, der sich auf www.impfzentren.bayern.de registriert, hat alles richtig gemacht. Nachfragen sind dann nicht nötig. Die Impfwilligen werden automatisch kontaktiert, sobald es Termine gibt“, sagt Faus.


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