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Bauarbeiten in Otterfing: Kosten schnellen in die Höhe

15.000 Euro teure Umleitung

Von Robin Schenkewitz

Während an der B13 in Otterfing nun doch länger gebaut wird, als geplant, wurde jüngst bekannt, dass die Kosten für die Umleitung durch die Decke gehen.

Hatte die Baufirma ursprünglich mit rund 2.000 Euro gerechnet, fallen jetzt wohl mindestens 15.000 Euro an. Grund sind zahlreiche Sonderwünsche.

Wegen der einseitigen Sperrung der Fahrbahn muss man mehr Zeit für die Durchfahrt von Otterfing rechnen
Die Beschilderung an der Baustelle in Otterfing ist deutlich teurer geworden.

Bei einem Gesamtvolumen der Baumaßnahmen von rund einer halben Million Euro scheinen 15.000 Euro nicht viel Geld. Dennoch ist es verwunderlich, wie stark sich die Kosten für die Beschilderung einer Umleitung erhöhen können.

In der ursprünglichen Ausschreibung hatte die ausführende Baufirma die Kosten für die Beschilderung mit knapp 2.000 Euro kalkuliert. Doch während der Arbeiten musste diese Schätzungen erheblich nach oben korrigiert werden. „Wer hat denn da den Fehler gemacht?“, wollte Stefan Burgmayr (FWG) in der jüngsten Otterfinger Gemeinderatssitzung wissen. Doch Bürgermeister Jakob Eglseder hielt sich mit Schuldzuweisungen zurück. Im Zuge der Baumaßnahmen könne so etwas mal vorkommen.

Schilder extra angefertigt

Grund für Verteuerung waren Sonderwünsche und unvorhersehbare Entwicklungen. So war man zunächst nur von einer halbseitigen Sperrung der Hauptstraße ausgegangen. Doch die nachträglich vergebene Sanierung der Sickerschächte machte eine Vollsperrung notwendig.

Damit verbunden war auch die Sperrung der Kreuzung. Und so forderte das Landratsamt eine großräumige Umfahrung – samt Beschilderung natürlich. „Man kann es ja am Ortseingang sehen. Da wurden extra Schilder angefertigt“, weiß Eglseder. Zudem müsse die Beschilderung jeden Tag kontrolliert werden.

Keine Zusage über Kostenbeteiligung

Weil die Kostensteigerung auch noch in die Sommerferien fiel, genehmigte die zweite Bürgermeisterin Ulrike Stockmeier (FWG) die Zahlung per Eilgeschäft. Ansonsten hätten sich die Arbeiten um Wochen verzögert. „Es war jedoch nie die Rede davon, dass die Kosten allein von der Gemeinde getragen werden müssten“, verteidigte sich Stockmeier.

Da die Kosten den Rahmen von 10.000 Euro überstiegen, über den ein Bürgermeister ohne Beschluss verfügen kann, musste sich Stockmeier die Ausgaben nachträglich vom Gemeinderat genehmigen lassen. Was dieser nun auch tat. Doch man will sich zumindest einen Teil der Kosten von Straßenbauamt Rosenheim und dem Landratsamt wieder zurückholen. Eine feste Zusage habe man allerdings noch nicht bekommen, teilte Geschäftsleiter Tobias Riesch dem Gemeinderat mit.

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