Brache vor Kutschenmuseum und Gäuwagerl

200 Jahre alte Buche musste gefällt werden

Sie zierte über zwei Jahrhunderte den Rottacher Ortsteil Sonnenmoos und widerstand sämtlichen Stürmen. Die weitausladende Buche prägte das Ortsbild. Doch Anfang der Woche war sie zum „Sterben“ verurteilt.

Die Buche prägte Kutschenmuseum und Gäuwagerl (links) – Das blieb von ihr (rechts) / Quelle: Privat

Die Anwohner können sich immer noch nicht damit abfinden, dass die mächtige Buche neben dem hölzernen Gaul vor dem Café Gäuwagerl nicht mehr steht. Den Baum konnte man nicht übersehen, er stand wie ein Wahrzeichen da. Doch Anfang der Woche kam sein Ende. „Beim letzten Sturm in Verbindung mit einem Gewitter wurde die Buche an entscheidenden Ästen stark beschädigt“, erklärt Bürgermeister Christian Köck auf Nachfrage. Bedauerlicherweise hätten sich dann starke Risse gezeigt.

Die Gefahr habe bestanden, dass große Äste herabfallen könnten. „Dies war für uns ein hohes Sicherheitsrisiko“. Durch die Begutachtung des Baumexperten Christian Brunner aus Rottach-Egern und der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts habe sich dann gezeigt, „dass der Baum von einem tödlichen Pilz befallen ist. Er hatte keine Chance zu überleben“, da die Buche auseinander zu brechen drohte.

„Das ist sehr bedauerlich, denn sie war fast 200 Jahre alt“ so Köck. Man habe den Stock stehen lassen, weil durch die Jahresringe das Alter dokumentiert werden könne. Dies soll nun mit einem „Taferl“ angezeigt werden. Auf alle Fälle werde es eine Ersatzbepflanzung im Herbst geben. Köck kann sich eine „schöne Kastanie“ als Schattenspender vorstellen. Die vielen Kinder, die dort unterwegs seien, könnten dann im Herbst Kastanien des heimischen Gewächses sammeln.

Der Pilz und ein starker Sturm besiegelten das Ende der Buche / Quelle: Privat
Ein kahle Fläche nun statt eines Schattenspenders / Quelle: Klaus Wiendl
Die Gemeinde plant einen neuen Baum zu pflanzen / Quelle: Privat

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