Wasserwachtler retten jungen Urlauber

22-Jähriger fast im Tegernsee ertrunken

Ein 22-jähriger Pole schwamm gestern Abend in die Schwaighofbucht am Tegernsee raus – und wäre fast ertrunken. Der Mann hatte großes Glück: Nur durch Zufall entdeckte ihn ein Wasserwachtler.

Die Wasserwachtler retteten gestern Abend einen 22-jährigen Polen. / Bild: WW Tegernsee-Rottach-Egern

Die Wasserwacht hatte gestern einiges zu tun. Durch das schöne Wetter und den Feiertag war rund um den See einiges los. Zunächst kam es zu einem Ensatz im Rottacher Freibad. Gegen 15 Uhr wurden die Retter zu einer bewusstlosen Frau gerufen.

Als das Rettungsboot am Badestrand eintraf, fanden die Wasserwachtler eine 30-jährige Frau vor, die während des Sonnenbades ohnmächtig wurde. Sie wurde erstversorgt und dem Rettungsdienst übergeben. Vorsorglich wurde sie dann ins Krankenhaus Agatharied gebracht.

Durch Zufall entdeckt

Besonders großes Glück hatte dann ein 22-jähriger Pole am Abend. Normalerweise endet der Wachdienst der Wasserwachtler um 18 Uhr. Doch wegen des guten Wetters blieben die Retter noch am Steg und beendeten den Tag mit einer gemeinsamen Brotzeit. Gegen 18:50 Uhr beobachtete dann einer Wasserwachtler einen Mann, der sich zirka 300 Meter vom Ufer entfernt im Tegernsee befand.

Doch schnell fiel der seltsame Schwimmstil des Mannes auf. Das Rettungsboot rückte aus und fuhr zu dem 22-jährigen Polen. Der junge Mann ging immer wieder unter und konnte sich kaum über Wasser halten. In letzter Minute konnte er in das Boot gezogen werden. Wie der Merkur berichtet, waren seine ersten Worte:

Ich dachte ich muss sterben.

Nachdem er sich beruhigt hatte und wieder zu Kräften kam, wurde der 22-Jährige seinen Arbeitskollegen übergeben. Wie sich dann herausstellte, ist der junge Mann eigentlich kein guter Schwimmer und schwamm trotzdem alleine auf den See hinaus.

Wasserwacht warnt vor den Gefahren im See

In Zuge dieses Einsatzes warnt die Wasserwacht erneut vor den Gefahren des Schwimmens im See. Der Tegernsee habe momentan lediglich 18 Grad, so kühlt der Körper wesentlich schneller aus und die Erschöpfung stellt sich extrem schnell ein. Der Rückweg ans Ufer kann somit lebensgefährlich werden. Auch sollten Schwimmer niemals alleine weite Strecken zurücklegen.

Gegen 19.30 Uhr kam dann noch ein aufgeregter Badegast zu der Wachstation: Er hat sein geliebtes Smartphone im See versenkt. Auch diesem konnten die Wasserwachtler helfen. Das Handy wurde vom Grund des Sees hochgetaucht und übergeben. Der Glückspilz versprach eine großzügige Spende für das neue Rettungsboot der Wasserwacht.

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