Rottacher See- Warmbad bekommt Abdeckung

30.000 Euro einsparen – pro Jahr

Von Robin Schenkewitz

Die Gemeinde Rottach-Egern hat sich bereits vor einigen Monaten dazu entschlossen aus Gründen der Energieeffizienz ihrem See- und Warmbad eine Abdeckung zu verpassen. Nun kamen gestern die verschiedenen Varianten auf den Tisch.

Entschieden hat man sich letztendlich für eine der teuersten Lösungen, ist aber zuversichtlich das Geld schon bald wieder eingespart zu haben.

Im nächsten Jahr kommt über das große Becken im Rottacher See- und Warmbad eine Abdeckung / Archivbild

Bis sich jedoch der Gemeinderat zu dieser Entscheidung durchgerungen hatte, mussten vorher noch einige wichtige Details geklärt werden, die von Andreas Erlacher (FWG) erläutert wurden. Dabei ging es im Wesentlichen um zwei Punkte.

„Fließenden Übergang erhalten“

So soll vor allem der optische Effekt des fließenden Übergangs zwischen Schwimmbad uns See nicht zerstört werden. „Ich werde immer wieder darauf angesprochen wie schön unser Warmbad ist“, so Bürgermeister Franz Hafner. „Deswegen soll dieses Merkmal unbedingt erhalten bleiben.“

Der Effekt würde jedoch durch eine oberirdische Variante der Schwimmbadabdeckung in jedem Fall verloren gehen, so Erlacher. Als Alternative würde hier die Verlegung der Anlage in den Boden zur Verfügung stehen. „Die ist allerdings teurer“, meint der Gemeinderat, der als Architekt gleichzeitig an einigen Projekten der Gemeinde beteiligt ist.

Gefahrenpotenzial

Mit der im Boden platzierten Abdeckung würde man auch noch einen weiteren Punkt umgehen, den Martin Goldhofer (FWG) ins Spiel brachte. Denn der circa ein Meter hohe Kasten berge auch ein hohes Gefahrenpotenzial. Man könnte dagegen laufen oder über ihn stolpern.

Eine Lösung durch Absperrungen und dem Hinweis, dass man von dort nicht springen darf, wie es bereits beim Beckenrand der Fall ist, sei dabei nur unzureichend: „Dabei wissen wir alle wie oft auch vom Beckenrand gesprungen wird“, meint Goldhofer.

150.000 Euro in fünf Jahren

Zudem kann der Bademeister durch die Sichtbehinderung auch seiner Aufsichtspflicht nur unzureichend nachkommen, wie Josef Lang (CSU) einwendet. Deswegen war sich der Gemeinderat einig, dass die Konstruktion im Boden versenkt werden müsse.

Das hat natürlich auch seinen Preis. „Diese Variante würde uns 152.000 Euro kosten“, erklärt Erlacher. Allerdings sei das Geld durch die eingesparten Energiekosten auch schnell wieder reingeholt. „Die Amortisationszeit beträgt nur knapp fünf Jahre.“

Überzeugt von dem Konzept segnete das Gremium die Entscheidung dann auch einstimmig ab. Bereits im Frühjahr 2013 soll die Variante umgesetzt werden. Dies gelte jedoch nur für das große 50 Meter Becken. Für das kleinere Spaßbecken werde sich zunächst nichts verändern. „Da warten wir erst mal ab, wie sich die Lösung beim großen Becken bewährt“, verkündete Hafner.


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