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Exklusiver Blick in neuen "Maximilian-Supermarkt"

Hier entstehen 30 neue Arbeitsplätze

Am 14. Juli ist es soweit. Mit der Eröffnung des REWE am Maximilian gehört die Diskussion um die Zukunft der Gmunder Ortsmitte der Vergangenheit an. 1.240 Quadratmeter groß ist Kerstin Bradtkes Reich, ein Supermarkt, in dem sie auch auf heimische Produkte setzt, wie sie im TS-Interview verrät. Allein die Kundenparkplätze in der Tiefgarage könnten noch zum Problem werden.

Hell und noch nicht ganz fertig. Der neue REWE-Markt.
Hell und noch nicht ganz fertig. Der neue REWE-Markt.

Der Countdown in Gmund läuft. In der hellen Verkaufshalle neben der Noch-Baustelle Maximilian werden bereits unzählige Regale montiert, erste Kühltruhen ausgepackt, letzte Fugen verfüllt. „Wir sind gut im Zeitplan. Ich bin überrascht, wie schnell das hier vorangeht. Gestern hatten wir Bauabnahme“, erzählt die junge Pächterin des REWE-Marktes.

Kerstin Bradtke ist die glücklich, für diese Position von der Konzernzentrale auserwählt worden zu sein. Einen Stallgeruch bringt sie mit, da sie bei REWE „viele Jahre angestellte Marktleiterin“ war.

Tegernseer Stimme: Wie sind Sie zu dieser Position als Pächterin des Marktes gekommen?

Kerstin Bradtke: Ich komme aus dem Münchner Norden und wollte in die Berge, weil es hier einfach so schön ist. Vor drei oder vier Jahren fragte ich bei REWE an, ob sie nicht eine schöne Lage für mich hätten. Doch es zog sich dann noch. Aber irgendwann sagte man mir, dass man in Gmund einen Markt eröffnen würde. Nachdem ich hier “geschrien” habe, gab es noch ein Auswahlverfahren. Ich hatte Glück und bekam diese Position.

Tegernseer Stimme: Wie viele Mitarbeiter braucht ein solcher Anbieter?

Bradtke: Ich schaffe hier zirka 30 Arbeitsplätze. Die Mitarbeiter bekommen feste Arbeitsverträge. Wobei dies natürlich sehr umsatzabhängig ist. Man hat so seine Vorstellungen und Planungen, doch wo wir letztendlich beim Umsatz liegen, kann keiner vorhersagen. Man muss sehen, wie es sich entwickelt. Wir bieten aber auch Aushilfsstellen an. Die meisten aber wollen einen Vollzeitarbeitsplatz.

Tegernseer Stimme: Worauf achten Sie speziell?

Bradtke: Ich bin da jetzt am Anfang noch sehr flexibel, je nachdem, was sie suchen. Wichtig ist mir, dass sie nett sind. Interessant für mich ist, dass sich viele Ältere zu Bewerbungsgesprächen gemeldet haben. Manche denken, in ihrem Alter würden sie keine Stelle mehr bekommen. Bei mir spielt dies keine Rolle. Wichtig ist mir nur der Teamgeist.

Tegernseer Stimme: Welche Besonderheiten gibt es im neuen “Maximilian-Supermarkt”?

Bradtke: Auch die ortsansässige Bäckerei und Konditorei Gschwendtner hat hier ihren Verkaufsraum mit einem Backshop. Wie ich ist Gschwendtner Untermieter der Firma REWE.

Kerstin Bradtke ist die Pächterin des neuen REWE-Marktes im Gmunder Maximilian.
Kerstin Bradtke ist die Pächterin des neuen REWE-Marktes im Gmunder Maximilian.

Tegernseer Stimme: Haben Sie denn einen Handlungsspielraum für mehr heimische Produkte?

Bradtke: Auf jeden Fall ja. Abgesehen davon, dass Regionalität bei REWE grundsätzlich großgeschrieben wird, ist es für mich auch ein persönliches Anliegen. Klar habe ich lieber Produkte von Lieferanten aus dem Umkreis, da dann auch die Kunden einen Bezug zur Ware haben, als Produkte von Großkonzernen, die von weit her anliefern.

Tegernseer Stimme: Können Sie darauf Einfluss nehmen?

Bradtke: Ja, kann ich. Ich bin auf der Suche nach Lieferanten. Auch mit der Gemeinde habe ich schon darüber gesprochen. Im Obst- und Gemüsebereich, aber auch bei Eiern ist es offenbar noch etwas schwierig, aus heimischer Landwirtschaft etwas zu bekommen. Ich muss da selber noch die Gegend abfahren oder mich über das Internet schlau machen, wo es hier Bauern gibt, die uns beliefern könnten. Bei der Milch dürfte es schwieriger werden, weil es eine sehr heikle Warengruppe ist. Selbst hole ich Milch und Eier in Bad Feilnbach auch vom Bauernhof. So etwas würde ich gerne auch hier anbieten. Mal sehen, das muss man aufbauen. Die stehen nicht Schlange.

Tegernseer Stimme: In Gmund sind Parkplätze immer ein großes Thema. Wie viele stehen den Kunden in der Tiefgarage zur Verfügung?

Bradtke: 50 Plätze stehen mir für den REWE-Markt zur Verfügung. 30 weitere werden für das Maximilian und die Wohnungen benötigt. Wir müssen noch eine Lösung finden, dass die Stellplätze dann auch nur von unseren Kunden genutzt werden. So eine Tiefgarage ist Gold wert, aber im Sommer auch für Badegäste verlockend. Da stellt jeder gerne sein Auto rein. Wir müssen jetzt zum Start beobachten, wie es da unten funktioniert. Wenn ich 80 Prozent der Parkplätze mit Dauerparkern belegt habe, muss ich mir etwas einfallen lassen.

Tegernseer Stimme: Was stellen Sie sich vor?

Bradtke: Eine Möglichkeit wäre ein Schrankensystem, bei dem der Parkschein an der Kasse entwertet oder verrechnet wird. Es ist wahrscheinlich etwas blauäugig, aber wir probieren es zunächst einmal ohne Einschränkung. Schließlich zahlen wir für diese Parkplätze, dann sollen sie auch für unsere Kunden da sein.

Tegernseer Stimme: Und wann geht es offiziell los?

Bradtke: Reinschnuppern könnten Interessierte bereits am 13. Juli ab 17 Uhr. Dann findet bei uns ein sogenanntes “Pre-Opening” statt – also ein Vorlauf zur offiziellen Eröffnung, der dann einen Tag später am 14. Juli stattfindet.

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