Erhöhung der Hundesteuer bringt jährlich 10.000 Euro Mehreinnahmen

347 Hunde von 320 Gmundern: Bürgermeister beklagt hohe Kosten

Von Martin

Alle Tal-Bürgermeister haben vereinbart die Abgaben für Hunde gemeindeübergreifend zu vereinheitlichen. So kostet fortan auch in Gmund ein gemeldeter Hund 80 Euro. Ab dem zweiten Tier sind 150 Euro an die Gemeinde zu überweisen und ab dem Dritten muss der Besitzer 250 Euro berappen.

Im Gegensatz zu anderen Rathäusern hat die Gmunder Verwaltung jedoch auch konkrete Zahlen zu Einnahmen und zur Anzahl in der Gemeinde „wohnhafter“ Vierbeiner präsentiert. Und Bürgermeister Georg von Preysing zeigte sich dabei nicht sehr glücklich mit der Kostensituation.

Hunde sind bisweilen für deren Besitzer eine kostspielige Angelegenheit.
Hunde sind nicht nur für den Besitzer eine kostspielige Angelegenheit.

Eines vorweg: In Gmund gibt es – wie auch in Kreuth und in Rottach – keine Kampfhunde. Wobei Gemeinde-Kämmerer Georg Glas die Aussage dahingehend einschränkt, dass zumindest keine angemeldet seien. „Es gibt sicher mehr Hunde als in meinen Büchern vermerkt sind.“ Dies zu kontrollieren bedürfe aber vieler Ressourcen. Glas` Fazit: „Es gibt sicherlich wichtigere Dinge, für die man als Gemeinde Geld ausgeben kann“.

Einnahmen von 16.500 Euro

296 Bürger haben laut dem Gemeindekämmerer einen Hund. Dazu kommen 21 Haushalte, in denen zwei Vierbeiner existieren. Jeweils drei oder mehr Hunde leisten sich nur drei Gmunder. Macht zusammen 347 gemeldete Vierbeiner oder Einnahmen für die Gemeinde in Höhe von rund 16.500 Euro.

Durch den nun gefassten Beschluss, die Sätze für den ersten und zweiten Hund anzuheben – bisher musste man hier 50 beziehungsweise 100 Euro abführen – rechnet Glas ab dem kommenden Jahr mit zusätzlichen Einnahmen von etwa 10.000 Euro.

„Ausgaben sind zig Mal höher“

Die eingehenden Mittel würden allerdings bei weitem nicht die Ausgeben decken, wie Bürgermeister Georg von Preysing betont: „Wir geben das eingenommene Geld zig mal aus.“

Wie viel die Gemeinde für die Hunde Jahr für Jahr draufzahlt, wurde hingegen nicht bekanntgemacht. Allerdings bemerkte von Preysing, dass es für die insgesamt über 300 Tiere auf dem Gemeindegebiet insgesamt 38 Hundetoiletten gibt, in die Kotbeutel geschmissen werden können.

Nicht überall in Gmund sind Hunde erwünscht.
Nicht überall in Gmund sind Hunde erwünscht.

Dazu kämen zusätzliche laufende Kosten, wie die regelmäßig Leerung der Toiletten oder Kontrollen eines privaten Sicherheitsdienstes, der überprüfen soll, ob sich Bürger und Gäste beispielsweise an die Anleinpflicht entlang der Seepromenade halten. Alleine im Juni, Juli und August sind die Kontrolleure insgesamt 87 Stunden im Einsatz gewesen. 68 Ermahnungen von Hundehaltern habe es dabei gegeben.

Das sei noch zu wenig, sagte Gemeinderat Hans Stückler (FWG). Ein Einwand, den von Preysing mit dem Kostenargument beiseite wischte: „Tägliche Kontrollen können wir uns einfach nicht leisten.“ Weitere Fragen von Seiten der Gemeinderäte gab es während des Tagesordnungspunktes keine. Und so stimmte das Gremium einstimmig für die neuen Sätze. Die Regelung gilt übrigens für jeden Hund, der älter als vier Monate ist.


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