Guggemos: Ein klares Ja zur Hotellösung

von Christopher Horn

Das Thema “Guggemos” beschäftigt die Stadt Tegernsee nun schon eine ganze Weile.

Seit das Traditionshaus 2008 seine Pforten schließen musste, herrschte lange Zeit Stille um das Areal an der Hauptstraße. Nun ist klar, ein Hotel mit 120 Betten soll es werden. Für einen entsprechenden Bebauungsplan sprach sich der Tegernseer Stadtrat am 9. Mai 2012 einstimmig aus. Ob das Votum der Stadträte hilft, bald einen Investor für das Areal zu finden, muss sich noch zeigen.

Touristische Nutzung schon seit Längerem favorisiert

Die Stadt und der Eigentümer des Gebäudes, die Herzogliche Brauerei, hatten sich dabei bereits relativ früh auf eine touristische Nutzung des Areals festgelegt und das Gebiet im Flächennutzungsplan als “Sondergebiet Fremdenverkehr” ausgewiesen.

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Eine ursprünglich in Betracht gezogene Variante mit Wohnungen, Geschäften und Büroräumen war damit kein Thema mehr. Um dies zu gewährleisten, sprach sich der Stadtrat im Oktober 2011 einstimmig für eine Verlängerung der Veränderungssperre aus.

Dies bedeutete, dass am und innerhalb des Gebäudes keine Veränderungen vorgenommen werden dürfen, die einer zukünftigen Nutzung als Hotel oder Restaurant widersprechen würden.

Potenzieller Investor in Sicht – oder doch nicht?

Bürgermeister Peter Janssen sorgte Ende 2011 für eine Überraschung und kündigte einen potenziellen Investor für den Gebäudekomplex an.

Den Namen des Investors wollte Janssen jedoch nicht nennen. Da weder Mitglieder des Tegernseer Stadtrates noch die Tegernseer Brauerei die Existenz eines Investors bestätigen konnten, dürfen Janssens damalige Aussagen zumindest angezweifelt werden. Die Investorenfrage blieb damit ungeklärt.

Der Stadtrat konzentrierte sich seitdem wieder auf das Bauwerk an sich. Das Ziel hieß: bestmögliche Rahmenbedingungen für zukünftige Investoren zu schaffen.

Bebauungsplan verabschiedet: Hotel mit 120 Betten

In “enger Absprache” mit dem Herzoglichen Brauhaus als Besitzer, wie Bürgermeister Peter Janssen betonte, wurde jetzt auf der jüngsten Stadtratssitzung vor einer Woche ein “großzügig bemessener” Bebauungsplan abgesegnet.

Dieser sieht ein nunmehr vierstöckiges Hotel mit einer Kapazität von 120 Betten vor. Das Hotel wäre damit laut Janssen das größte im Ort und würde den bisherigen Bestand deutlich überragen.

Im Detail ist ein Hauptgebäude mit Arkaden entlang der Hauptstraße mit angebauten, jeweils zweistöckigen Quer- und Verbindungsbauten für eine Gastronomie und einen Spabereich geplant. Eine Tiefgarage mit 45 Stellplätzen soll genügend Parkmöglichkeiten liefern. Ob und wo weitere Parkplätze entstehen müssen, hat der Stadtrat noch nicht weiter behandelt.

Stadtrat zufrieden

Auch wenn die Präsentation des Bebauungsplans zu reichlich Nachfragen der Mitglieder des Stadtrates führte, herrschte im Allgemeinen Zufriedenheit über die präsentierte Lösung.

Christl Laprell von der CSU zeigte sich “recht glücklich” und wertete das größere Bauvolumen des Hotels als “wichtiges Zugeständnis, um selbiges letztlich auch betriebswirtschaflich rentabel führen zu können”. Auch Andreas Obermüller von den Freien Wählern sprach von einem “richtigen Schritt in die richtige Richtung” für die Stadt Tegernsee.

Der Entwurf des Bebauungsplans ist einstimmig genehmigt worden und liegt nun für die Bevölkerung öffentlich aus. Ein Investor muss weiterhin noch gefunden werden, der den Plan von Stadtrat und Brauerei in die Tat umsetzt.

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