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Zuschüsse für mehr Intensivbetten

800.000 für herumstehende Betten?

Von Simon Haslauer

2020 gab es für Krankenhäuser in Deutschland große Zuschüsse, um mehr Intensivbetten anzuschaffen. Jedoch stehen Krankenhäuser in ganz Deutschland im Verdacht, diese Gelder veruntreut zu haben. Wie hat Agatharied dieses Geld eingesetzt?

Was machte Agatharied mit den 600.000 Euro Zuschuss?

Deutschlandweit steht der Verdacht im Raum, dass Krankenhäuser Gelder zur besseren Bewältigung der Coronapandemie veruntreut haben. Seit 2020 erhielten Krankenhäuser im ganzen Land Förderungen der gesetzlichen Krankenkassen, um mehr Intensivbetten bereitstellen zu können. Mehreren Medienberichten zufolge sei es jedoch nicht nachvollziehbar, wo diese Betten nun stehen oder wie sie genutzt werden.

Der Bundesrechnungshof kritisierte Gesundheitsminister Jens Spahn dafür in einem Bericht scharf – bis heute sei es Spahns Ministerium nicht in der Lage, die Zahl der tatsächlich aufgestellten sowie der zusätzlich angeschafften Intensivbetten verlässlich zu ermitteln, hieß es damals. Auch Agatharied profitierte von den Geldern. Wie wurde dieses Geld im Tegernseer Tal eingesetzt?

800.000 Euro für zwölf Betten

Wie Melanie Speicher, Pressesprecherin des Krankenhauses Agatharied, nun bestätigt, erhielt auch Agatharied einen Bundeszuschuss von 600.000 Euro. Da legte Agatharied noch 200.000 Euro an Eigenmitteln drauf und stampfte zwölf zusätzliche Intensivbetten aus dem Boden.

Benutzt werden diese Betten aktuell jedoch nicht – “bei den zusätzlichen Intensivbetten handelt es sich um eine „Notfallreserve“, die mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf und unter Einschränkung des regulären Krankenhaus-, insbesondere des OP-Betriebes in Betrieb genommen werden können”, sagt Speicher und erklärt:

Das Krankenhaus Agatharied hat vor der Pandemie 14 Intensivplätze betrieben und betreibt diese auch zum aktuellen Zeitpunkt.

Getan hat sich im Krankenhaus während Corona dennoch etwas. Laut Speicher wurden bestehende Zwei-Bett-Zimmer zu Einbettzimmern umgebaut und so gestaltet, dass in diesen Zimmern auch Intensivpatienten vollumfänglich versorgt werden könnten. Im Normalbetrieb, so Speicher, werden diese Zimmer jedoch weiterhin für die Versorgung von IMC-Patienten, eine Behandlungsstufe zwischen Intensivstation und Normalstation, genutzt.

Die Notfallversorgung sei in Agatharied jedoch zu jeder Zeit gewährleistet, verspricht Speicher. Ebenfalls müssen die neu-geschaffenen Intensivbetten nach der Pandemie natürlich nicht wieder “zurückgegeben” werden – sie bleiben zukünftigen Intensivpatienten erhalten.


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