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Wiesseer SPD-Chef wirft seinen Hut in den Ring

Robert Kühn will in den Landtag

Ein „frischer Wind“ muss her, deshalb will der Wiesseer Orts- und stellvertretende Kreisvorsitzende Robert Kühn zum Stimmkreiskandidaten der SPD am 25. November gekürt werden. Im nächsten Herbst ist Landtagswahl. Und da will der 35-Jährige eine ähnliche „Schlappe“ wie bei der Bundestagswahl verhindern helfen.

Stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender Robert Kühn will in den Landtag.

Der Wiesseer SPD-Ortsverein unterstützte kürzlich einstimmig Robert Kühns Bestreben, in den Landtag zu kommen. Die Tegernseer Stimme sprach mit dem aufstrebenden Genossen.

Warum muss eine personelle Veränderung in der Landkreis-SPD erfolgen und warum sind sie die richtige Persönlichkeit?

Kühn: Wenn man sich ehrenamtlich in der Partei engagiert, möchte man sich natürlich auch einbringen. Dies steht für mich ganz klar fest. Gerade bei uns im Landkreis sieht man, wie die Landespolitik eingreift. Deswegen reifte bei mir der Entschluss, sich für die Region einzusetzen. Es bedurfte nicht erst der Bundestagswahl, dass mir klar wurde, ein frischer Wind mit einer neuen und jüngeren Persönlichkeit tun einfach der Partei gut, um diesen alten Apparat in Gang zu bringen.

Haben Sie dafür den nötigen Rückenwind?

Ja natürlich. Zum einen stärkte mir der Wiesseer Ortsverein mit einem eindeutigen Votum den Rücken. Zum anderen höre ich den Wunsch aus der Partei auf Kreisebene nach einer Veränderung. Bisher bin ich auf keine negativen Reaktionen gestoßen, nur auf Ermutigungen, dass ich den Weg so weitergehen soll.

Wer wird noch ins Rennen gehen?

Wir sind drei Stellvertreter des Kreisvorsitzenden Hannes Grabner, der uns bestärkt hat, dass wir uns um den Stimmkreiskandidaten bewerben soll. Es sind noch Thomas Danzer aus Hausham und Verena Schmidt-Völlmecke aus Warngau. Gegen diese innerparteilichen Konkurrenten muss ich mich natürlich erst noch durchsetzen.

Sind Sie nach der jüngsten Wahlschlappe der Kreis-SPD bei der Bundestagswahl mit nur noch elf Prozent nicht demotiviert?

Nein. Aber ich war mehrere Tage richtig sauer. Ich sagte mir, das darf einfach nicht noch einmal passieren. Keine Frage, wir haben auch selber Fehler in der Partei gemacht. In der Schnelle der Zeit wo wir unseren Kandidaten Hannes Gräbner aufbauen mussten, wurde sicher nicht alles richtig gemacht. So wie es die Bundes-SPD nicht geschafft hat, Themen klar zu benennen, wurde dies dann auch bis auf Kreisebene runtergebrochen.

Was wollen Sie anders machen?

Mir sind die wichtigsten Themen, die Region zu stärken, bei der Landesentwicklung nachzuhaken, den Flächenfraß verhindern und die Ortskerne mit Einzelhandelsentwicklungsplänen zu stärken. In Bad Wiessee ist dies schon auf dem Weg. Gemeinden dürfen nicht in den Wahn verfallen, irgendwelche Gewerbe anzusiedeln. Hier ist Bad Wiessee auf einem steinigen, aber richtigen Weg. Wichtig ist mir auch die Integration unserer neuen Mitbürger über die Bildung. Dies möchte ich klar benennen.

Wo müssen und wollen Sie sich bei dem Thema Flüchtlinge von der CSU abgrenzen?

Man wird sehen, wie weit die CSU in den Wahn verfällt, Diskriminierung und Abgrenzung vollziehen zu müssen. Mir ist es wichtig, gut ausgebildete Fachkräfte aus den Leuten zu machen, die jetzt zu uns gekommen sind.


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